Warum dein Hund eine Person mag (oder auch nicht)

Es ist nicht neu, dass ein Hund Sympathien oder Antipathien für bestimmte Menschen zeigt. Der Grund dafür ist uns Hundebesitzern mitunter ein Rätsel. Warum mag dein Hund eine Person (oder auch nicht)?

Wie wählt der Hund seine Lieblingspersonen aus?

Gerade in den ersten Lebensmonaten lernt der Welpe neben den üblichen Kommandos auch soziales Verhalten. Deshalb ist es wichtig, dass ihr in dieser wichtigen Zeit gemeinsam so viele Begegnungen wie möglich mit anderen Menschen, Dingen oder Orten habt. Je nach seinen positiven oder negativen Erfahrungen reagiert er in bestimmten Situationen oder auf bestimmte Personen überschäumend freudig, manchmal aber auch gehemmt, ängstlich oder unsicher.

Hunde wählen die Personen, die sie mögen, oft nach ihrer eigenen Persönlichkeit aus. Es gibt Hunderassen, die sich besonders gern und stark auf eine Person konzentrieren. Und sie können extrem eifersüchtig werden. Das ist beispielsweise bei meinem Berner Sennenhund Lotti der Fall. Sie mag generell niemanden, der laut oder hektisch daher kommt. Eine seelige Ruhe und jede Menge Streicheleinheiten – dann ist der Tag gerettet.

Hunde neigen dazu, ihrem „Führer“ zu folgen und ihn genau zu beobachten. Sie haben sowohl den Tonfall und die Lautstärke deiner Stimme als auch deine Laune und Gestik immer im Blickfeld.
Stimmt also die „Chemie“ zwischen dir und deinem Gegenüber gerade nicht ganz, wittert der Hund das sofort.

Drei Menschen gehen mit ihren Hunden spazieren.

Offensichtlich haben Hunde auch ein natürliches Gespür dafür, ob eine Person „gut“ oder „schlecht“ ist. Obwohl er zwar nicht deren Charakter erkennt, spürt er doch instinktiv gewisse Signale wie Wut, Angst oder Nervosität. Vielleicht hast du es selbst schon beobachtet: Manchmal haben unsere Hunde eine bessere Menschenkenntnis als wir selbst;-)

Ob Hunde eine bestimmte Person mögen oder nicht, hängt auch viel mit ihrer eigenen Energie zusammen. Unsere Kaya – ein Airedale Terrier- hängt sehr an uns. Wenn allerdings ein guter Freund zu Besuch kommt, der ausgiebig mit ihr tobt, gibt es kein Halten mehr. Er ist dann einfach der Beste. So entstand eine wunderbare Bindung zwischen den beiden.
Andererseits spürt sie auch sofort, wenn jemand keine Hunde mag. Nach einem kurzen misslungenen Versuch, Eindruck zu schinden, zieht sie sich postwendend zurück.

Da Hunde Personen und Situationen assoziieren, konnte ich bisher noch keinen meiner Hunde dazu bringen, sich mit dem Tierarzt anzufreunden. Es gibt also offensichtlich Menschen, die von Natur aus schlechte Karten beim Hund haben – egal, wie freundlich und offen sie ihm gegenübertreten.

Dein Hund erkennt auch, wenn eine Person wenig vertrauenswürdig ist. Kann er die Situation nicht einschätzen, versucht er, Blickkontakt zu vermeiden. Fehlendes Vertrauen quittiert er beispielsweise auch damit, dass er die Ansagen einfach ignoriert.

Frau sitzt mit ihrem Hund am See.

Fazit

Jeder Hund hat seine Eigenarten. Dennoch kann man sagen, dass innerhalb der einzelnen Rassen bestimmte grundsätzliche Charakterzüge zu finden sind. Falls du planst, Hundebesitzer zu werden, solltest du das bedenken.

Meiner Meinung nach ist es nicht möglich und auch nicht sinnvoll, dass dein Hund Jeden mag. Er hat – genau wie wir Menschen – Sympathien und Antipathien, die sich manchmal einfach nicht erklären lassen. Wichtig ist nur, dass dein Hund nicht aggressiv reagiert. In diesem Fall solltest du dringend gegensteuern und dir Hilfe holen.

Wenn du einen Welpen im Haus hast und etwas überfordert bist, ist dieser Beitrag vielleicht etwas für dich.

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