Neu ernten aus Gemüseresten

Neu ernten aus Gemüseresten
Legst du Wert auf gesundes, chemiefreies Essen? Dann gibt einen besonders einfachen Weg, wie du mit minimalem Aufwand und ohne zusätzliche Kosten gesundes Gemüse aus übriggebliebenen Gemüseresten züchten kannst.
Neugierig geworden? Dann lass uns loslegen…

Neu ernten aus Gemüseresten

Grundsätzlich solltest du dich beim Kauf für Bio – Obst und Gemüse entscheiden. Vor allem dann, wenn du damit weiterzüchten möchtest.

Obwohl es auf den ersten Blick teurer ist, relativiert sich der Preis durch das Weiterzüchten.
Ein Blick auf den konventionellen Anbau unserer pflanzlichen Vitaminquellen wirft zudem die Frage auf, wie wertvoll das geerntete Obst und Gemüse für uns noch ist. In vielen Fällen werden die Pflanzen während ihres Wachstums mehrmals mit Mischungen aus Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden behandelt. Diese Stoffe gelangen über den Boden und das Wasser direkt in die Pflanzen und können daher nicht einfach abgewaschen werden. Biologisch angebautes Obst und Gemüse ist deshalb die beste Investition in die Gesundheit. Daneben unterstützt du unsere Bio-Bauern, die sich tagtäglich für gesunde Nahrungsmittel einsetzen.

Ideen, um Obst- und Gemüsereste zu nutzen

Ananas

Eine neue Pflanze aus einer Ananas zu züchten, ist gar nicht schwierig. Allerdings muss man Geduld mitbringen, denn es dauert es mindestens zwei Jahre, bis die Pflanze Früchte trägt.   

Man dreht den Kopf der Ananas vorsichtig ab, lässt ihn ein paar Tage austrocknen und pflanzt ihn anschließend an einen sonnigen Patz in gut drainierte Erde. Am Anfang sollte man gut wässern und einen natürlichen Dünger für mediterrane Pflanzen zufügen.

Bis die Pflanze Früchte trägt, kann man sich an ihrer wunderschönen Blüte erfreuen. Die Ananaspflanze produziert in der Erde neue Wurzeltriebe. Weil diese wiederum zu neuen Pflanzen heranwachsen, kann sich die Mühe langfristig lohnen.

Basilikum

Dieses mediterrane Würzkraut lässt sich sehr einfach vermehren. Die Stiele stellst du einfach in ein Glas mit Wasser. Allerdings solltest du sie zunächst soweit von den unteren Blättern befreien, dass sich keine Blätter im Wasser befinden. Oberhalb der Wasserfläche sollten jedoch noch einige Blätter vorhanden sein.
Stelle das Glas mit den Basilikumstielen an einen hellen Platz.

Sobald sich gut sichtbare Wurzeln gebildet haben, können die Pflänzchen in einen Blumentopf mit Erde oder (bei wärmeren Temperaturen) in den Garten umziehen. Basilikum wächst relativ schnell, deshalb dauert es bis zur ersten Ernte gar nicht lange.

Frühlingszwiebeln

Frühlingszwiebeln

Beim Kauf von Frühlingszwiebeln zur Weiterzucht solltest du darauf achten, dass die Wurzeln noch vorhanden sind.

Schneide die weißen Endstücke etwa 4-5cm oberhalb der Wurzeln ab und stelle sie ins Wasser.
Das Wasser solltest du alle zwei Tage erneuern. Ein besonderer Vorteil der Frühlingszwiebeln ist, dass sie in der kalten Jahreszeit im Gewächshaus genauso gut wie im Wasserglas auf der Fensterbank wachsen.

Ingwer

Ingwer kannst du ganz einfach aus einem Stück Wurzel vermehren, welches mindestens ein „Auge“ hat.
In diesem Beitrag erfährst du, wie du Ingwer selber ziehen und aufbewahren kannst.

Kartoffeln

Wenn Kartoffeln keimen, sind sie nicht mehr so gut für den Verzehr geeignet.
Für den Anbau ist es jedoch genau die richtige Startposition.

Kartoffeln selber zu ziehen, ist eine gute Investition. Denn eine einzige Kartoffel ergibt etwa 1kg neue Kartoffeln.

Grabe die gekeimte Kartoffelknolle einfach mit etwas Laub und Kompost in die Erde ein und halte die Erde feucht (aber nicht zu nass). Ein Abdecken während der Wachstumszeit kann den Ertrag der Ernte erhöhen.

frischer Knoblauch

Knoblauch

Beim Kauf von Knoblauch solltest du unbedingt auf die Herkunft achten. Importierter Knoblauch – größtenteils aus China – ist nicht umsonst so günstig.

Mit ein wenig Mühe kannst du künftig eigenen Bio-Knoblauch ernten.
Der schmeckt nicht nur besser, sondern ist wesentlich gesünder und kostet fast nichts.

Abhängig von der Sorte und dem Klima braucht Knoblauch bis zur Ernte etwa drei bis sechs Monate.
Kaufe möglichst Knollen mit großen Zehen, denn die Größe der zukünftigen Pflanzen hängt von der Größe der Zehen ab.

Lasse sie vor dem Auspflanzen einige Wochen im Kühlschrank ruhen. Danach teilst du die größten Zehen am äußeren Rand der Knolle ab. Den übrigen Teil kannst du in der Küche verwenden.

Zum Einbringen in die Erde oder in den Topf brauchst du etwa 5cm tiefe, fingergroße Löcher im Abstand von 10cm. Stecke nun die Zehen mit der Spitze nach oben in die Erde ein.

Der Knoblauch ist erntereif, wenn die Blätter zu welken beginnen.

Porree

Ebenso wie bei Frühlingszwiebeln solltest du auch beim Porree darauf achten, dass noch Wurzeln vorhanden sind.

Schneide das Wurzelende etwa 2cm oberhalb der Stange ab und legt es für einige Tage in Wasser.
Nach dieser Zeit kannst du den Wurzelabschnitt tief in die Erde pflanzen und einen kleinen Erdhügel darüber formen. Der Boden sollte immer feucht sein und niemals austrocknen.

Um den Porree zu ernten, kannst du ihn oberhalb der Erde abschneiden. Aus dem in der Erde verbleibenden Stück entsteht wieder eine neue Pflanze.

Zum Schluss

Es kann so einfach sein, aus Gemüseresten neues Gemüse zu ernten. Das hilft nicht nur der Gesundheit, sondern auch dem Geldbeutel.
Hippokrates sagte einmal: „Lass Nahrung deine Medizin und Medizin deine Nahrung sein“
In diesem Sinn wünsche ich dir gutes Gelingen.

Wusstest du, dass Zwiebelschalen wertvoll sind? Wie du sie weiter verwenden kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Bleib oder werde gesund und pass gut auf dich auf!

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