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Ätherische Öle im Kampf gegen Viren

Die besten antiviralen ätherischen Öle

Viele der Magen-Darm-Infektionen, aber auch die Influenza oder Herpes werden durch Viren verursacht. Die Natur stellt uns auch hier eine ganz besondere Hilfe zur Verfügung: die ätherischen Öle.
Welche ätherischen Öle sich im Kampf gegen Viren eignen und wie du sie anwenden kannst, erfährst du hier.

Nelkenöl (Syzygium aromaticum)

Gewürznelken sind dir sicher schon als schmerzlindernde und entzündungshemmende Alternative bei Zahnschmerzen bekannt. Eugenol heißt der Inhaltsstoff, der neben der antiviralen auch eine antibakterielle und pilzhemmende Wirkung hat.
Bei Erkältungsbeschwerden kannst du zwei Tropfen Nelkenöl mit etwas Honig einnehmen. Eine Inhalation oder die Nutzung als Raumspray (siehe unten) sind weitere M;öglichkeiten, den Viren zu Leibe zu rücken.

Cajeputöl (Melaleuca leucadendra)

Dieses Myrtengewächs ist im Geruch dem Eukalyptus ähnlich. Neben seinen antiviralen Eigenschaften wirkt Cajeputöl auch antiseptisch, krampflösend, schmerzlindernd und vitalisierend. Weil es einerseits gut verträglich und andererseits mild ist, kannst du es auch bei Kindern einsetzen.

Eukalyptusöl (Eucalyptus)

Das Öl des in Australien beheimateten Eukalyptusbaumes lindert zum einen Entzündungen und hilft zum anderen, Schleim zu lösen.
Insofern ist sein Einsatz bei Erkältungskrankheiten ideal. Dank seiner Inhaltsstoffe hat Eukalyptusöl nicht nur antivirale, sondern zudem noch fiebersenkende, schmerzstillende und wundheilende Eigenschaften.

Auch Forschungsergebnisse bezüglich der Hemmung von Herpesviren sind vielversprechend (1).

Manukastrauch für Manukaöl

Manukaöl (Leptospermum scoparium)

Außer als Hilfe bei der Wundheilung ist Manuka Honig auch für seine antimykotische, antibakterielle und antivirale Heilwirkung bekannt. Indessen konnte auch nachgewiesen werden, dass auch das aus dem Manukastrauch gewonnene Öl antivirale und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.

Dass Manukaöl auch den Herpes-Viren Paroli bieten kann, konnten die Forscher in einer Studie nachweisen. Auch eine weitere Studie brachte positive Resultate von Manukaöl im Kampf gegen Herpes-Viren.

Oreganoöl (Origanum vulgare)

Oreganoöl ist ein echtes „Poweröl“ gegen Bakterien, Viren,. Pilze und Parasiten. Es wirkt dank seines Inhaltsstoffes Carvacrol einerseits deinfizierend und andererseits entzündungshemmend, schleimlösend und schmerzstillend. Weil das Öl sehr intensiv ist, solltest du nicht mehr als einen Tropfen mit Honig oder Flüssigkeit einnehmen.

Die besondere antivirale Wirkung von Oreganoöl konnte auch in wissenschaftlichen Studien bestätigt werden. Allerdings, so die Forscher, seien weitere klinische Untersuchungen nötig, um die Ergebnisse zu validieren (2) (3).

Kampferbaum – Ravintsara (Cinnamomum camphora)

Ravintsara, ein in Madagaskar beheimatetes Loorbeergewächs, hat ebenfalls bedeutende antivirale und immunstimulierende Fähigkeiten (4). In seiner Heimat wird es nicht umsonst als das „gute Blatt“ bezeichnet.
Ein großer Vorteil sind besonders die schleimlösenden und auswurffördernden Eigenschaften von Ravintsara.

Zitronenverbene (Aloysia triphylla)

Wissenschaftler konnten anhand von dem ätherischen Öl der Zitronenverbene aus unterschiedlichen Regionen Argentiniens die antimikrobielle Aktivität nachweisen. Allerdings, so die Forscher, gibt es regionsspezifische Unterschiede in der biologischen Aktivität der ätherischen Öle in Abhängigkeit von der Quantität und Qualtät der terpenischen Struktur (5).

Teebaumöl (Melaleuca alternifolia)

Teebaumöl wird gewonnen, indem die Blätter des australischen Teebaumes schonend über Wasserdampf destilliert werden.

Obwohl die medizische Forschung in diesem Bereich eher dürftig ist, konnte in einer Studie aus dem Jahr 2006 die antmikrobielle Wirkung von Teebaumöl nachgewiesen werden. Im Vergleich mit dem früher verwendeten Desinfektionsmittel Karbol bzw. Phenol konnte eine 11mal stärkere Aktivität von Teebaumöl gezeigt werden. Die Wissenschaftler betonten, dass noch weitere wissenschaftliche Untersuchungen zu Teebaumöl notwendig sind.

Teebaumöl darf nur äußerlich, nur verdünnt und nicht an Augen oder Schleimhäuten angewendet werden. Es darf weder eingenommen, noch inhaliert werden. Teebaumöl ist nicht für Kinder, für schwangere Frauen und stillende Mütter geeignet.

Teebaumöl ist bekannt für seine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung bei Hautunreinheiten und Insektenstichen. Obwohl bis dato ausreichende wissenschaftliche Beweise fehlen, ist die antivirale Wirksamkeit von Teebaumöl überliefert und nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu leugnen.

Zimtöl (Cinnamomum verum)

Zimt ist das Gewürz, was in der Weihnachtsbäckerei nicht fehlen darf. Wusstest du, welche beeindruckenden Fähigkeiten Zimt auf deine Gesundheit hat? In einer Studie aus dem Jahr 2010 konnten Wissenschaftler beispielsweise die antimikrobielle und krebshemmende Wirkung von Zimtrinde belegen.

Ätherisches Öl wird als Raumduft in Duftlampe getropft

So kannst du ätherische Öle im Kampf gegen Viren für dich nutzen

Zum Einnehmen gibst du 2 Tropfen ätherisches Öl auf einen Esslöffel Honig (außer Teebaumöl – Das darf nicht eingenommen werden!)

Wenn du ätherisches Öl äußerlich anwenden willst, kannst du ein Basisöl (bspw. Jojobaöl oder Mandelöl) mit einigen Tropfen ätherischem Öl mischen. Reibe bei Erkältung den Oberkörper und Rücken damit ein und decke die Stellen mit einem T-Shirt oder einem Handtuch ab.

Zum Inhalieren gibst du 4 Tropfen Öl und zwei Esslöffel Honig auf 2l kochendes Wasser in eine Schüssel. Nutze es bei einer Erkältung am besten als Dampfbad, indem du du den Kopf über die Schüssel hältst und die wärmenden Dämpfe einatmest. Um die Wirkung zu verstärken, kannst du dir zusätzlich ein großes Handtuch über den Kopf hängen.

Eine gute Möglichkeit, dein eigenes antivirales Raumspray herzustellen, findest du auf smarticular.

Für die Duftlampe kannst du ein ätherisches Öl mit ein paar Tropfen eines anderen Öls (beispielsweise Orangenöl) mischen.

Als Badezusatz gibst du einfach ein paar Tropfen ätherisches Öl zum Wasser in die Badewanne. Atme mehrmals tief durch, entspanne und lass es dir gut gehen.

Wichtig zu wissen

Ätherische Öle sind sehr intensiv. Sie dürfen nicht pur eingenommen oder auf die Haut aufgetragen werden. Du kannst sie mit Basisöl (bspw. Kokosöl, Jojobaöl, Avocadoöl) verdünnen. In welchen Verhältnis du verdünnen musst, ist sehr unterschiedlich. Probiere es am besten an einer kleinen Stelle auf deiner Haut (beispielsweise am der Innenseite des Unterarms) aus, um eine Allergie zu vermeiden.

Achte auf 100% natürliche Reinheit und kaufe nur in vertrauenswürdigen Shops.

Falls du krank bist oder Medikamente einnimmst, solltest du unbedingt vorab den Arzt zur Anwendung befragen. Schwangere und stillende Mütter sollten ätherische Öle nicht anwenden.

Nicht jedes ätherische Öl ist für Kinder geeignet. Erkundige dich am besten in der Apotheke danach.

Fazit

Die Anwendung ätherischer Öle hat in der Volksmedizin eine lange Tradition. Gerade jetzt ist es besonders wichtig, dass wir uns den Viren mit aller Macht entgegenstellen. Die Natur liefert uns Möglichkeiten, die nur darauf warten, von uns erkannt und genutzt zu werden.

In einem Review aus dem Jahr 2014 stellten Wissenschaftler fest, dass ätherische Öle durch ihre antiviralen, antibakteriellen und pilzhemmenden Eigenschaften das Potential haben, wirksam in medizinischen Bereichen eingesetzt zu werden.

Obwohl die Forschungslage auf diesem Gebiet noch recht dürftig ist, kann die Effektivität ätherischer Öle nicht bestritten werden. Fehlende wissenschaftliche Nachweise bedeuten nicht, dass die Wirksamkeit in Abrede gestellt wird. Weil Forschung teuer ist und Naturheilmittel eine günstige Alternative zu Medikamenten sein können, besteht naturgemäß kein überdurchschnittliches Interesse an der Erforschung von natürlichen Heilmitteln. Dennoch bin ich der Auffassung, dass ätherische Öle nicht nur im Kampf gegen Viren, sondern auch wegen ihrer Verträglichkeit, den geringen Kosten und den kaum auftretenden Nebenwirkungen mehr Beachtung verdienen sollten.

Auch Schwarzkümmel hat sowohl antivirale als auch unzählige weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, dann schau mal in diesen Beitrag.

Naturheilmittel ersetzen keinesfalls den Gang zum Arzt oder Heilpraktiker. Bei unklaren Beschwerden solltest du unbedingt einen Mediziner aufsuchen! Beachte bitte auch meinen Haftungsausschluss.

Bleib gesund und pass gut auf dich auf!

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