Natürliche Hilfe bei Zecken-Alarm

Anti-Zecken-Hausmittel für Mensch und Tier

Ob hohe Wiese, Gebüsch oder Unterholz – sobald das Thermometer nach oben klettert, ärgern uns alljährlich die ungeliebten achtbeinigen Schmarotzer.
Etwa 50 unterschiedliche Krankheiten können durch Zecken übertragen werden, wobei Borreliose und FMSE (Frühsommer-Meningoenzephalitis) in unseren Breiten am häufigsten vorkommen und wohl am meisten gefürchtet sind.
Die aktivsten Zeiten der Zecken liegen zwischen Mai und Juni sowie zwischen September und Oktober. Zecken mögen es gern feucht, deshalb sind sie an Regentagen besonders aktiv.
Natürliche Hilfe bei Zecken-Alarm – hier findest du Tipps, um dich gegen die lästigen Krabbeltiere zu wehren.

Die Zeckengebiete

Obwohl Zecken natürlich überall vorkommen können, gibt es ausgewiesene Zeckengebiete. Hier solltest du besonders vorsichtig sein. Die folgenden Links zeigen dir, welche Gebiete besonders betroffen sind:




Wappne dich gegen die gemeinen Blutsauger

Ein Mittel, welches zu 100% gegen Zeckenbisse wirkt, gibt es offensichtlich derzeit nicht. Deshalb solltest du immer zu einer Kombination aus passender Kleidung, festem Schuhwerk plus einem Zeckenschutz greifen. Hier findest du natürliche Möglichkeiten, um dich vor den krabbelnden Parasiten zu schützen:

Zedernöl

Zedernöl ist ein ungiftiges Zeckenschutzmittel. Seinen Geruch mögen Zecken gar nicht. Ideal ist es, wenn du es als Spray an Armen unf Beinen verwendest. Zedernöl soll nicht nur Zecken fernhalten, sondern sogar abtöten können.

Für ein Spray gibst du auf 200ml abgekochtes oder gefiltertes Wasser 20 Tropfen Zedernöl. Die Flasche vor Gebrauch immer gut schütteln.

Zedernöl kann auch mit einer geringen Menge Basisöl vermischt und mit den Händen direkt auf die Haut (oder auf das Fell des Vierbeiners) aufgetragen werden.

Eukalyptusöl

Dieses rein pflanzliche Mittel soll nicht nur Zecken, sondern auch Mücken fernhalten und killen können. Dazu kannst du 200ml Wasser (am besten aus einem Wasserfilter) mit 15-20 Tropfen Eukalyptusöl in einer Sprühflasche mischen.
Achtung! Eukalyptusöl muss immer verdünnt werden, bevor du es auf der Haut anwendest!

Neemöl

Das Öl, welches aus den Samen des Neembaumes gewonnen wird, soll einen guten Schutz – sowohl für dich als auch für deinen vierbeinigen Begleiter – bieten.

Neemöl ist zudem auch geeignet, um deine Fellnase vor Milben, Flöhen oder Läusen zu schützen. Du kannst Neemöl sicher anwenden, wenn du es ein wenig mit einem Basisöl (beispielsweise Mandelöl oder Jojobaöl) verdünnst.
Gib etwas von dem Neemöl-Gemisch auf die Handflächen und reibe die zu schützenden Stellen damit ein.

Mit Neemöl soll es auch möglich sein, Zecken zu entfernen. Ein bis zwei Tropfen auf die Zecke gegeben, soll sie sich von selbst lösen.




Natürliches Zeckenschutz-Spray

Vermische dazu 200ml Wasser mit 2 1/2 Esslöffeln Apfelessig und einem Esslöffel Neemöl in einer Sprühflasche.

Geranium-Öl

Für einen wirksamen Zeckenschutz soll auch Geranium-Öl ideal sein. Dazu kannst du zwei Esslöffel Jojobaöl oder Kokosöl mit 4-5 Tropfen Geranium-Öl vermischen. Gib die Mischung zwischen die Hände und reibe die entsprechenden Körperstellen damit ein. Für den Hund kannst du diese Mischung in das gesamte Fell einmassieren.

Zecke entfernen

Eine Zecke entfernen

Sollte dich doch ein Zecke erwischen, solltest du sie so schnell wie möglich entfernen, denn die Borrelien werden erst einige Zeit nach dem Stich übertragen. Weil die Zecken unter Umständen einige Zeit am Körper wandern, bis sie eine Einstichstelle gefunden haben, ist es hilfreich, wenn du dich und deinen Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken absuchst.

Die Zecke entfernst du am besten, indem du sie mit einer Zeckenpinzette (oder einer normalen Pinzette) möglichst weit vorne packst, damit sie nicht zerquetscht wird. Jetzt kannst du sie einfach herausdrehen (1).

Fazit

Obwohl kein 100%iger Schutz gegen Zecken möglich ist, konnte ich dir hoffentlich ein paar Tipps für eine natürliche Hilfe bei Zecken-Alarm geben. Sobald du Symptome spürst, die mit einem Zeckenbiss in Zusammenhang stehen könnten, solltest du unbedingt so schnell wie möglich zum Arzt gehen.

Wichtig zu wissen: Eine einmal ausgebrochene Krankheit kann nach derzeitigem medizinischen Stand nicht geheilt werden. Es ist nur eine Linderung der Symptome möglich (1).

Bleib oder werde gesund und pass gut auf dich auf!
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