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Was in deiner Hausapotheke nicht fehlen sollte

Ein leichter Schnupfen, unangenehme Kopfschmerzen oder eine Entzündung, die einfach nicht verschwinden will? Drei Naturheilmittel solltest du immer vorrätig haben.
Was in deiner Hausapotheke nicht fehlen sollte, erfährst du hier.

Drei natürliche Heilmittel gegen die wichtigsten Beschwerden

Ein Hausmittel gegen Schmerzen

Schmerzen – wenn sie nicht kurz nach ihrem Auftreten behandelt werden, können sie sich schnell zu einer ernsthaften Belastung entwickeln. Ein wirksames Schmerzmittel in deiner Hausapotheke ist deshalb sehr wichtig.

Naturheimittel sind dabei eine gute Wahl, weil sie nicht nur zur Linderung von Schmerzen beitragen, sondern meist auch entzündungshemmende und antioxidative Wirkstoffe enthalten.

Weihrauch

Weihrauch ist ein schmerzstillendes Mittel, das seit Tausenden von Jahren in der Traditionellen Chinesischen Medizin und in anderen asiatischen Ländern verwendet wird und bei einer Vielzahl von akuten und chronischen Schmerzen nützlich ist. Aus der Rinde und den Blättern des Weihrauchbaumes gewonnen, ist er als Pulver, Tabletten, Kapseln, Tinkturen oder Öl erhältlich.

Ein Weihrauchbalsam zur äußeren Anwendung ist schnell hergestellt:

Gib 75g Sheabutter zusammen mit 20g Mandelöl in ein Gefäß. Erwärme die Mischung im Wasserbad (nicht über 37 Grad). Nun 15 Tropfen Weihrauchöl gut einrühren, den warmen Balsam in einen Tiegel abfüllen und im Kühlschrank erkalten lassen.

Mit dem Balsam kannst du die schmerzende Stelle einreiben. Er wirkt übrigens auch bei Kopfschmerzen gut.

Pycnogenol

Ein natürliches Mittel gegen Schmerzen ist Pycnogenol. Es handelt sich dabei um ein Extrakt aus der Rinde der französischen Kiefer und enthält so genannte Proanthocyanidine. Diese Substanz wirkt nicht nur schmerzlindernd, sondern auch entzündungshemmend und krampflösend.
Pycnogenol kann sowohl bei akuten als auch chronischen Schmerzen eingesetzt werden.

Falls du nicht so viel Zeit oder Lust hast, einen Balsam selbst herzustellen – Pycnogenol oder Produkte mit diesem Wirkstoff kannst du kaufen.

Baumharz an einem Baum

Baumharz Salbe

Baumharz wird auch das „Blut des Baumes“ genannt. Dank der enthaltenen Mineralien und Nährstoffe ist das Harz nicht nur für die Gesundheit des Baumes nowendig, sondern wird auch seit Jahrhunderten in der Heilkunde genutzt. In diesem Beitrag findest du ein Rezept für eine Salbe, mit der du Entzündungen und Schmerzen lindern kannst.

Weidenrinde

Die Weidenrinde zählt nicht umsonst zu den ältesten Naturheilmitteln. Der auch in bekannten Schmerzmitteln enthaltene Inhaltsstoff Salicin wirkt als natürliches Schmerzmittel und kann dafür sorgen, dass Entzündungen und damit verbundene Schmerzen reduziert werden. Wie du einen Tee oder eine Tinktur aus Weidenrinde herstellen kannst, findest du in diesem Beitrag.

Ein natürliches Antibiotika für die Hausapotheke

Was in deiner Hausapotheke auch nicht fehlen sollte, sind natürliche Antibiotika. Sie haben nicht nur eine gute Wirkung bei vielen Erkrankungen, sondern sind zudem weniger belastend für den Körper als chemische Antibiotika.
Hier findest du natürliche Antibiotika-Alternativen, die in deiner Hausapotheke nicht fehlen sollten.

Thymianöl

Thymian ist eine alte medizinische Pflanze, die schon seit Jahrhunderten in der Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt wird. Das ätherische Öl wird aus den Blüten und Blättern der Pflanze gewonnen. Es enthält mehr als 60 verschiedene Inhaltsstoffe – unter anderem die beiden natürlichen Antibiotika Carvacrol und Thymol.

Thymianöl ist ein sehr wirksames Mittel gegen Bakterien, Viren und Pilze. Wenn du dir beispielsweise eine Erkältung oder einen grippalen Infekt eingefangen hast, kann dir dieses ätherische Öl helfen.
Auch Hautinfektionen und Schleimhautentzündungen können damit behandelt werden.

Ätherisches Thymianöl darfst du nicht pur einnehmen. Es ist nur zum Inhalieren oder zur äußeren Anwendung auf der Haut geeignet.

Wenn du Thymian innerlich anwenden möchtest, ist Thymianhonig eine gute Möglichkeit.
Er ist schnell hergestellt und kann wahre Wunder bewirken: Nimm ein 500ml Glas und gib zuerst 4 Teelöffel getrocknete Thymianblätter hinein. Fülle anschließend das Glas zur Hälfte mit Honig auf. Verrühre die Mixtur gut, verschließe das Glas mit einem Deckel und lasse es etwa zwei Wochen ziehen. Danach kannst du den Honig entweder durch ein Sieb geben oder – wenn es dich nicht stört – die Blätter einfach drin lassen.

Meerrettich

Wegen einer Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten wurde der Meerrettich zur Heilpflanze des Jahres 2021 gekürt. NIcht ohne Grund, denn seine nachgewiesenen antibakteriellen, antiviralen und entzündungshemmenden Eigenschaften machen Meerrettich zum so genannten „Penicillin aus dem Garten“.

In diesem Beitrag findfest du ein Rezept für ein wirksames Gesundheitselixir.

Kurkuma

Kurkuma ist eine Wurzel, die in der Küche häufig verwendet wird, um Gerichten eine gelbe Farbe und ein würziges Aroma zu verleihen. Als natürliches Heilmittel wird Kurkuma seit Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen und ayurvedischen Medizin verwendet und gilt als eines der wirksamsten natürlichen Antibiotika.

Die kleine gelbe Wurzel wirkt nicht nur antibakteriell, sondern auch entzündungshemmend und antiseptisch. Sie gilt als besonders wirksames Mittel gegen Erkältungen und Grippe, aber auch bei Verdauungsproblemen oder Magen-Darm-Infektionen.

Mein Lieblingsrezept zur Stärkung des Immunsystems ist eine Mischung verschiedener natürlicher Antibiotika.

Nelkenöl in Glasflasche und Nelken auf Holzlöffel

Nelkenöl

Nelkenöl ist ein ätherisches Öl, das aus den Blüten des Nelkenbaums gewonnen wird. Es wird schon seit Jahrhunderten in der Volksmedizin eingesetzt und gilt als eines der stärksten natürlichen Antibiotika. Nelkenöl kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Durch seinen Inhaltsstoff Eugenol ist es ein sehr wirksames Mittel gegen Bakterien, Viren und Pilze.

Wenn du Nelkenöl verdünnst und damit gurgelst, kann es Halsschmerzen lindern.

Pur kannst du es beispielsweise bei Zahnschmerzen anwenden, inden du ein wenig ätherisches Öl auf ein Wattestäbchen gibst und den Zahn damit direkt behandelst.

Entzündungshemmende Naturmittel

Auch ein entzündungshemmendes Mittel sollte in deiner Hausapotheke nicht fehlen.

Grundsätzlich sind Entzündungen nicht negativ, sondern eine Abwehrreaktion des Körpers. Problematisch wird es, wenn sie chronisch werden, weil in diesem Fall Gewebeschäden die Folge sein können.
Nicht nur altersbedingt, sondern auch durch fehlende Bewegung, durch falsche Ernährung oder durch Stress können chronische Entzündungen – und daraus schwere Krankheiten – entstehen.

Obwohl die Forschung auf diesem Gebiet nicht sehr umfangreich ist, gibt es natürliche Mittel, die nachgewiesenermaßen eine entzündungshemmende Wirkung haben (1).

Ingwer

Ingwer ist eine Wurzel, die seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin verwendet wird. Die Heilwirkung von Ingwer wird auf seine entzündungshemmenden Eigenschaften zurückgeführt.
In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass Ingwer entzündungshemmende Wirkstoffe – ähnlich wirksam wie jene in Medikamenten – enthält.

Resveratrol

Resveratrol – so nennt sich ein sekundärer Pflanzenstoff, der in einigen pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommt. Die Schale von roten Trauben, aber auch Erdnüsse oder Rotwein enthalten beispielsweise besonders viel Resveratrol. Eine Studie hat gezeigt, dass Resveratrol nachweislich in der Lage ist, Entzündungen zu hemmen (2).

Resveratrol ist auch in Kapselform als Nahrungsergänzung erhältlich. Kaufe es am besten von einer vertauenswürdigen Quelle, damit durch die Zusammensetzung der Kaspseln die bestmögliche Bioverfügbarkeit gewährleistet wird.

Frau hält eine Tasse mit grünem Tee

Grüner Tee

Grüner Tee ist – heiß oder kalt – ist eines der ältesten Heilmittel der Welt. Seit Jahrhunderten wird er in China und anderen asiatischen Ländern zur Behandlung von Krankheiten und zur Förderung der Gesundheit eingesetzt.
Grüner Tee enthält eine hohe Konzentration an polyphenolischen Verbindungen, insbesondere an Flavonoiden, die entzündungshemmende Eigenschaften haben. Und nicht nur das. Denn laut Studien trägt er auch zur Verbesserung der Gesundheit des Herzens, des Gehirns, der Haut und der Verdauung bei.

Fazit

Obwohl Naturheilmittel schon seit Jahrhunderten genutzt werden, fehlen in vielen Fällen wissenschaftliche Nachweise. Die Ursache könnte sein, dass Forschungsstudien sehr teuer sind und dass teilweise kein Interesse an der Erforschung natürlicher Heilmittel besteht.

Das heißt jedoch nicht, dass die überlieferten Hausmittel unwirksam sind. Bei den oben beschriebenen Mitteln konnten Forscher die Wirksamkeit nachweisen.

Natürliche Heilmittel wirken – ebenso wie Medikamente – nicht bei jedem Menschen gleich gut. Sie sollen auch nicht als Ersatz für eine medizinische Behandlung dienen, weshalb du vor der Nutzung immer medizinischen Rat einholen solltest.

Auch Naturheilmittel können unter Umständen Nebenwirkungen haben oder mit anderen Substanzen interagieren. Falls du Medikamente einnimmst, können sie deren Wirkung verändern und unerwünschte Reaktionen hervorrufen. In diesem Fall ist es besonders wichtig, dass du vorab mit deinem Arzt oder Heilpraktiker sprichst.

Bleib oder werde gesund und pass gut auf dich auf!

Haftungsausschluss

Quellen:

(1) MedicalNewsToday; Which herbs help reduce inflammation?; Aufgerufen am 26.05.22; Nacxhzulesen unter diesem Link
(2) National Library of Medicine; Anti-Inflammatory Effects of Resveratrol: Mechanistic Insights; Zugriff am 26.05.22; Nachzuölesen unter diesem Link

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