Frische Kräuter für den Topf im Frühling

Petersilie, Basilikum, Thymian – wenn die Tage langsam länger werden und die Sonne zunehmend den Kampf am Himmel gewinnt, wird es wieder Zeit für den grünen Daumen. Frische Kräuter stehen bereit, um dein Essen geschmacklich und optisch zu verfeinern. Und sie sind wahre Nährstoffbomben. Hier erfährst du, welches die besten frischen Kräuter für den Topf im Frühling sind und wie du sie einfach anbauen kannst. Dazu gibt’s noch jeweils eine Rezeptidee.

Kräutern statt würzen: Warum Kräuter dein Essen aufwerten

Das Frühjahr ist die Zeit des Aufbruchs – in deiner Küche ebenso wie für deine Gesundheit. Frische Kräuter peppen das Essen auf und helfen durch ihr besonderes Aroma, Salz zu sparen. Eine Extraportion Vitamine und Mineralstoffe gibt’s außerdem dazu.
Eine Tomatensoße ohne Thymian, ein Erbsengemüse ohne frische Petersilie oder ein Möhrengemüse ohne Koriander? Für mich undenkbar. Lass uns starten mit den frischen Kräutern im Topf im Frühling…

Die besten frischen Kräuter für den Topf im Frühling

Rosmarin im Topf

Rosmarin

Der winterharte Rosmarin ist ideal für Anfänger, weil er sehr anspruchslos und einfach zu pflegen ist. Er liebt die Sonne, kommt aber auch mit Halbschatten zurecht. Rosmarin enthält vor allem die Vitamine A, B6 und C sowie Folsäure und Ballaststoffe.
Besorge dir am besten eine gesunde Pflanze von einem Bio – Gärtner und gib ihr hin und wieder etwas Wasser. Den kleinen Rückschnitt, den die Pflanze ab und an benötigt, erreichst du ohnehin durch seine Verwendung imn der Küche. Mehr Pflege braucht der Rosmarin nicht.
Mein Tipp: Schneide immer nur so viel ab, wie du wirklich brauchst. Die Rosmarinnadeln sollten nicht der direkten Brathitze ausgesetzt werden, weil sie sehr schnell verbrennen und dadurch ein bitteres Aroma entwickeln. Also bitte nicht oben auf Kartoffeln oder Fleisch geben.
Probiere doch mal diesen Klassiker in einer modernen Variante: Rosmarin Huhn

Koriander im Topf

Koriander

Ja, ich gebe zu: den besonderen Geschmack des Koriander mag nicht unbedingt Jeder. Manchem schmeckt er nach Seife, was an den enthaltenen Aldehyden liegt. Wer ihn mag, nutzt ihn gern – beispielsweise für Fleischgerichte, Gemüse oder auch als Brotgewürz. Koriander ist zudem gut für die Verdauung und wirkt antibakteriell.

Dieses Kraut kannst du ganz einfach aus Samen selbst ziehen. Du nimmst einen Topf mit guter Gartenerde oder Kräutererde. Auf die angefeuchtete Erde gibst du – je nach Topfgröße – einige Samenkörner und streust ganz wenig Erde darüber. Mit einer Plastiktüte abgedeckt keimt der Koriander innerhalb von ein paar Tagen. Die Pflanze braucht dauerhaft einen eher halbschattigen Ort und mag keine Temperaturen über +20 Grad.

Für mich ist der fruchtige, zitronenartige Geschmack in gedünstetem Möhrengemüse unverzichtbar. Sehr lecker ist auch die Karottensuppe mit Honig und Koriander.

Basilikum im Topf

Basilikum

Als ein ideales “Anfängergewürz” gilt auch Basilikum. Seine Verbindung mit Tomaten ist legendär. Mit diesem vielseitigen und schmackhaften Kraut ist das Urlaubsfeeling in der Küche garantiert.

Während grüner Basilikum (der so genannte Genoveser Basilikum) eher mild-würzig im Geschmack ist, punktet der rote Basilikum mit einer intensiven Würze und einer eher herben Note.

Basilikum wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und bringt uns jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe wie Magnesium., Kalium, Vitamin A und einige B-Vitamine auf den Tisch.




Das leckere grüne Kraut solltest du selbst aus Samen ziehen. An gekauften Basilikum-Pflanzen aus dem Supermarkt hat man meist wenig Freude, denn durch die schnelle Aufzucht leiden Geschmack und Haltbarkeit. Los geht#s mit der Basilikum-Zucht…

In einen Topf mit guter Anzuchterde oder mit Kräutererde streust du die Samen obenauf und drückst sie nur leicht an. Weil Basilikum ein Lichtkeimer ist, dürfen die Samen nicht mit Erde bedeckt werden.
Halte die Erde am besten permanent feucht und die Umgebungstemperatur immer über 20 Grad. Der Standort sollte hell und sonnig sein. Weil Basilikum schnell wächst, ist er auch etwas für Ungeduldige.

Nach ein bis zwei Wochen kannst du die kleinen Pflänzchen sehen. Haben die Pflanzen zwei Keimblätter bekommen, musst du sie vereinzeln. Das bedeutet, dass du etwa 6 Pflanzen pro Topf (Durchmesser ca. 10cm) setzen kannst. Einen sonnigen Standort und regelmäßig Wasser dankt dir Basilikum mit einem langen Leben.

Mein Tipp: Vom Basilikum solltest du immer die Spitzen ernten – nie die seitlichen Blätter. Das Basilikum – Pesto ist der Klassiker schlechthin.
Aber auch mit dieser Bruschetta kannst du dich in den Urlaub träumen und die Familie oder Gäste überraschen.

Salbei, Thymian und Rosmarin im Topf.

Salbei

Weil Salbei sehr ansruchslos ist, ist er ebenfalls ein perfektes Kraut für Garten-Neulinge. Salbei ist nicht nur ein Küchenkraut, sondern zugleich eine Heilpflanze. Er enthält neben Eisen und Kupfer die Vitamine A, B6 und C sowie Folsäure.

Salbei kannst du über Stecklinge vermehren. Für die Nutzung in der Küche reicht jedoch zunächst eine gesunde Pflanze von einem Bio – Gärtner. Wenn du den Salbei regelmäßig gießt und ihm hin und wieder etwas organischen Dünger gönnst, wird er dir viel Freude machen.
Mein Tipp: Beim Gießen aufpassen, weil Salbei keine nassen Füße mag. Das Wasser sollte immer gut ablaufen können.

Das wohl bekannteste und besonders leckere Gericht ist das Saltimbocca. Das solltest du unbedingt ausprobieren.

Thymian im Topf

Thymian

Diese mediterrane, sehr robuste Pflanze eignet sich ebenfalls gut für Anfänger. Seine besonderen Inhaltssstoffe sind neben Ballaststoffen und den Vitaminen A, C und B6 auch Mineralien wie Eisen, Kalzium und Magnesium.

Auch dieses Kraut solltest du als Pflanze beim Bio – Gärtner kaufen. Thymian mag am liebsten Sand gemischt mit Blumenerde (1:1). Er braucht wenig Platz, wenig Wasser und ist an sich sehr anspruchslos. Wenn du ihm ein sonniges, warmes Plätzchen gibst und ihn ab und zu ein wenig gießt, ist er zufrieden.
Eine Rezeptidee – nicht nur zum Grillen: Senf – Thymian – Butter Ausprobieren lohnt sich!

Petersilie im Topf

Petersilie

Nicht nur als Tellergarnitur sehr attraktiv, ist Petersilie zudem reich an Vitamin K, C und E. Neben Folsäure und Carotinoiden enthält Petersilie auch Magnesium und Eisen.
In der Verwendung ist Petersilie unglaublich vielseitig. Du hast die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Sorten. Es gibt zum einen die krause und zum anderen die glatte, würzigere Petersilie.

Wenn du schnellstmöglich Petersilie ernten möchtest, ist der Kauf von Bio – Pflanzen sinnvoll. Wegen den meist viel zu kleinen Töpfen solltest du die Petersilie schnellstmöglich in einen größeren Topf umpflanzen. Petersilie mag es eher halbschattig. Nasse Füße findet sie gar nicht toll. Ansonsten ist Petersilie sehr anspruchslos.

Falls du Petersilie im Topf aus Samen ziehen mächtest, solltest du im August mit dem Aussäen beginnen. Zu diesem Zeitpunkt keimen die Samen schneller und du musst nicht ganz so lange auf deine eigene Ernte warten. Du verfährst einfach so, wie es auf der Samenpackung angegeben ist. Die Erde sollte stets feucht, aber nie zu nass sein.

Probiere doch mal Petersilien – Champignons oder das Gebackene Ofengemüse mit Rosmarinkartoffeln und Petersilien Aioli.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit dem Kräutern im Topf und gutes Gelingen bei den Rezepten.

Wenn du wissen möchtest, wie einfach es ist, Gemüse auf dem Balkon anzubauen, wird dich dieser Beitrag interessieren.

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