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Unser Salz in der Suppe: Ist Meersalz gleich Meersalz?

Zur Entstehung des Salzes

Verfolgt man den Weg der Entstehung des Salzes, ist unser gesamtes Salz genau genommen Meersalz. 4,5 Milliarden Jahre ist es her, dass aus den Vulkanen mit der heißen Lava chemische Elemente aus dem Erdinneren an die Oberfläche transportiert wurden, woraus sich unter anderem Salz bildete. Ein – möglicherweise Millionen Jahre – andauernder Regen sorgte dafür, dass sich das Salz aus den jungen Gesteinen löste. Über die Flüsse und Bäche gelangte es in das so genannte Urmeer, wodurch sich im Laufe der Zeit immer mehr Salz ansammelte. Als sich dann Teile des Meeres vom Land und damit auch von den Zuflüssen abtrennten, entstanden Binnenmeere. In ihnen lagerten sich unterschiedliche Salze ab – unter anderem auch Natriumchlorid, aus dem unser heutiges Speisesalz besteht. Nachdem durch die Kraft der Sonne das Wasser im Meer verdunstete und der Wind dafür sorgte, dass sich das abgelagerte Salz mit Sand und Ton bedeckte, konnte sich eine riesige Schicht auf dem Salz bilden. Durch enormen Druck entstanden schließlich die uns bekannten Salzstöcke.

Ist Meersalz gleich Meersalz?

Salz ist lebenswichtig – keine Frage. Von essentieller Bedeutung ist jedoch, welche Art von Salz unsere Gesundheit in welcher Form beeinflusst und welche Unterschiede es in der Vielzahl der angebotenen Salze gibt. Über die zellschädigende Wirkung größerer Mengen Natriumchlorid ist schon viel geschrieben worden. Daher greift man in dem guten Glauben, ein natürliches Produkt zu erwerben, zu Meersalz. Allerdings sagt der Name leider noch nichts über die Qualität des Salzes aus, denn weder die Bezeichnung „Meersalz“ noch der Zusatz „naturbelassen“ sind gesetzlich geschützt.
Meersalz wird auf zwei unterschiedliche Arten gewonnen: zum einen über die natürliche, ökologische Verdunstung durch die Sonne und zum anderen über einen weniger zeitintensiven Vakuum-Verdampfungsprozess in so genannten Meerwassersalinen, wo es bearbeitet (raffiniert) wird. Unraffiniertes, also naturbelassenes Meersalz wird keinerlei weiteren Verarbeitungsprozessen unterzogen und verfügt daher noch über die für den menschlichen Organismus so wichtigen ursprünglichen Mineralien und Spurenelemente. Der bei unraffinierten Produkten geringere Anteil an Natriumchlorid (95% – 97%) wird nicht durch Verunreinigungen, sondern durch die Restfeuchte ausgeglichen. Raffiniertes Meersalz hat dagegen den extrem hohen Anteil an Natriumchlorid von 99%. Das sind aber bei weitem nicht die einzigen Unterschiede. Naturbelassenes Salz schmeckt einfach besser und betont den Eigengeschmack der Speisen. Da es ökologisch nachhaltig gewonnen wird, dient es zudem der Umwelt und damit auch dem Menschen. Lassen Sie sich also von den Werbeversprechen nicht täuschen und lesen Sie genau, ob es sich bei den angebotenen Bio-Meersalzen tatsächlich um unraffinierte Produkte ohne Bearbeitung oder Zusätze handelt.

Der Geheimtipp: Fleur de Sel

Das qualitativ hochwertigste naturbelassene Meersalz ist das „Fleur de Sel“ (deutsch: Salzblume). Es wird gewonnen, indem eine dünne Salzkruste, die sich während des Verdunstungsprozesses auf der Meeresoberfläche bildet, per Hand abgeschöpft wird. Damit ein Meersalz diesen Namen tragen darf, muss das Meerwasser strenge Qualitätsbestimmungen erfüllen, die über Wasseranalysen regelmäßig kontrolliert werden. Zudem muss das Salz mit großer Sorgfalt handwerklich von der Meeresoberfläche abgeerntet werden. Nur dann entspricht es den strengen Anforderungen, die an ein „Fleur de Sel“ gestellt werden.

Bekannte Gewinnungsgebiete der erlesenen Salze liegen in Spanien und Portugal (Flor de Sal) sowie in Frankreich (Fleur de Sel). Das Fleur de Sel Piranske – eines der seltenen Salzsorten der Welt mit geschützter Herkunftsbezeichnung – wird im slowenischen Piran gewonnen.

Machen Sie den Unterschied! Nicht nur Ihr Gaumen, sondern auch Ihr Körper wird begeistert sein – und das gute Gefühl gibt´s gratis dazu.

Quellennachweis:

(1) Planet Wissen

(2) Zenrum der Gesundheit

(3) Marisol – Dipl. Biologin Andrea Siebert

(4) soline.at