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Sieben Wildpflanzen, die du im Januar sammeln kannst

Kann man im Januar Wildpflanzen sammeln? Grundsätzlich ja.
Wenn der Winter relativ mild ist und uns nicht mit einer dicken Schneedecke beglückt, kann man auch im Winter verschiedene Wildkräuter finden.
Zu dieser Jahreszeit solltest du jedoch immer nur etwa ein Drittel an der gleichen Stelle abschneiden, damit noch etwas für die hungrigen Vögel und andere Wildtiere übrig bleibt.

Denke beim Sammeln auch immer daran, dass es Pflanzen gibt, die unter Naturschutz stehen. Sammle nur Wildkräuter, die du sicher bestimmen kannst. Wenn du noch nicht alle Pflanzen kennst, gibt es recht gute Bücher. Schau doch mal unten ins Bücherregal.

Auch eine Pflanzenbestimmungs-App kann sehr nützlich sein. So lernst du die Natur Schritt für Schritt kennen und du wirst erstaunt sein, was sie alles für uns bereithält. Du musst dir nur das Wissen aneignen und es nutzen.

Wildpflanzen im Januar


Löwenzahn

Besonders die jungen Blätter vom Löwenzahn eignen sich hervorragend als Beigabe oder als eigenständiger Salat. Selbst als Gemüse kannst du Löwenzahn – ähnlich wie Blattspinat – zubereiten. Man kann jedoch außer den Blättern auch die Blüten, Knospen und Wurzeln verwenden. Aus den Blüten kannst du Gelee oder Sirup herstellen. Tolle Rezepte mit Löwenzahn findest du zum Beispiel über den Link.

Als Tinktur oder Salbe kann Löwenzahn besonders bei Rheuma, bei Ekzemen und bei Beschwerden der Harnwege helfen.

Spitzwegerich

Vom Spitzwegerich kannst du nicht nur die Blätter, sondern auch die Blüten und Wurzeln sammeln und verwenden.
Hast du schon einmal eine Spitzwegerich-Cremeuppe probiert? Hier gibts das Rezept dazu. Oder einen Spitzwegerichsalat? Zum Rezept geht es über den Link.

Innerlich oder äußerlich angewendet hat Spitzwegerich zudem fantastische Heilkräte und hat es sogar zur Arzneipflanze des Jahres 2014 gebracht.
Als Honig, Tee oder Sirup kann er bei Erkältung und Husten helfen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Spitzwegerich als Tinktur ein gutes Mittel bei Mückenstichen und bei der Wundheilung ist.

Gundermann oder Gundelrebe

Gundermann ist nicht unbedingt des Gärtners Freund, weil er sich sehr schnell und großflächig ausbreitet. Aber Gundermann ist keinesfalls ein
UN-Kraut.

Gundermann kann gut in Wildkräutersuppe oder als Beigabe in Wildkräutersalat verwendet werden. Auch als Zusatz in Kräuterbutter geben die Blüten einen tollen Kontrast. Aber Achtung! Gundermann hat einen eher erdigen, leicht minzigen und ein wenig an Thymian erinnernden Geschmack, weshalb er etwas sparsamer verwendet werden sollte.

Besonders wertvolle ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide und Bitterstoffe machen den Gundermann zu einem besonderen Heilkraut. Ob in Verbindung mit Thymian als Hustensaft oder auch als Salbe oder Tinktur bei Ekzemen – Gundermann hat einiges an natürlicher Heilkraft zu bieten. Über die Links findest du die Zubereitung. Es gibt noch viele weitere Verwendungsmöglichkeiten. Schau mal unten ins Bücherregal.

Knoblauchsrauke

Obwohl kaum wissenschaftlich untersucht, hat die Knoblauchsrauke einige gesundheitsfördernde Eigenschaften. Zu den wirksamen Inhaltsstoffen zählen beispielsweise die Vitamine A und C sowie ätherische Öle.
Die Blätter und Blüten der Knoblauchsrauke kannst du für Kräuterquark oder Pesto verwenden.

Wichtig! Du solltest die Pflanzenteile frisch verarbeiten und essen, damit das mild pfeffrige, etwas süssliche und leicht knoblauchartige Aroma erhalten bleibt. Hier findest du tolle Rezepte mit Knoblauchsrauke.
Seine Heilwirkung entfaltet die Knoblauchsrauke beispielsweise als
Tee oder Tinktur bei Erkältung, Rheuma oder Gicht.

Auch bei der Wundheilung ist die Knoblauchsrauke eine wertvolle Unterstützung. Wie du eine Tinktur herstellen kannst, erfährst du wieder über den Link.
Wie oben erwähnt, solltest du auch bei der Verarbeitung als Heilkraut darauf achten, die Pflanzenteile frisch zu verwenden.




Wiesen- Labkraut

Auch im Winter kann man die kleinen Pflänzchen des Labkrautes finden. Beim Wiesen-Labkraut sind sowohl die Triebe als auch die Blätter und Samen essbar. Alle Teile können roh verarbeitet und verzehrt werden. Der Geschmack der Blätter erinnert ein wenig an Rucola.
Die Triebspitzen und Blätter lassen sich zu Gemüse oder als Beigabe zu Salaten oder Suppen verarbeiten.
Wenn du das Labkraut trocknest und als Tee zubereitest, soll es entkrampfend und harntreibend wirken.

Mistelzweige

Die in den Baumkronen als Kugel wachsende Mistel ist eigentlich ein Schmarotzer, denn sie entzieht ihrem Wirt, also dem Baum, wichtige Nährstoffe. Als Folge davon kann der Baum unter Umständen sogar absterben.

Wärend die Mispel früher als Glücksbringer galt, wird sie heute vor allem in der Weihnachtszeit gern als Dekoration verwendet.
Traditionsbewusste Menschen hängen einen Mistelzweig an Neujahr an die Tür. Nach französischen Brauch küsst man die Familie und Freunde darunter.

Den Blättern und Zweigen der Mistel wird eine heilende Wirkung zugesprochen. Aufgebrüht als Tee soll die Mistel die Verdauung und den Stoffwechsel anregen. Als Umschlag – hergestellt mit einem Kaltauszug – soll sie gegen Ekzeme, Rheuma oder Krampfadern helfen.
Da die Mistel leicht giftig ist, sollte man sie nur sparsam verwenden. Viele weitere Informationen zu Misteln findest du hier.

Gänseblümchen

Kaum ist der Schnee getaut und die Temperaturen etwas gestiegen, schauen sie mit ihren kleinen Köpfchen hervor. Neben VItamin C und A liefern Gänseblümchen auch Magnesium, Kalium, Eisen und Kalzium.
Ein guter Grund, sie beispielsweise in Kräuterbutter oder als Beigabe im Salat zu verarbeiten. Dort sschmecken sie nicht nur, sondern machen auch optisch richtig was her.

Hast du schon einmal Gänseblümchen-Sirup, Gänseblümchen-Kapern oder Gänseblümchen-Gelee probiert? Hier findest du leckere Rezepte dazu.
Gänseblümchen sind zudem ein sehr wirksames Heilkraut. Wenn du Probleme mit der Haut hast, kann ich dir Gänseblümchen als Tee oder als Tinktur sehr empfehlen. Das Rezept für die Tinktur findest du wieder über den Link.

Bei Erkältungen und als natürliches Hustenmittel wirkt die Gänseblümchen-Tinktur ebenfalls super. Weil sie ohne Alkohol hergestellt wird, kannst du sie sogar bei Kindern anwenden.
Eine selbst hergestellte Salbe kann dir bei Pigmentflecken, blauen Flecken, Wunden und auch bei Verstauchungen helfen. Hier ist das Rezept für Gänseblümchen-Salbe.




Zwei Webseiten haben mir zu diesem Thema besonders gefallen. Schau mal zu https://kräuter-buch.de oder zu https://indigo-blau.de.
Viele interessante Informationen und hilfreiche Tipps warten auf dich.

Bleib gesund!

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