Wasabi – scharf und besonders heilsam

Schon eine kleine Messerspitze Wasabi reicht aus, um einem die Tränen in die Augen zu treiben. Als kräftig-scharfe Wurzel aus Japan ergänzt sie nicht nur Sushi, sondern zaubert dank ihres ganz speziellen Geschmacks das gewisse Etwas in deine Gerichte. Was weniger bekannt ist: Wasabi hat besonders wertvolle Inhaltsstoffe, die sie zu einer bemerkenswerten Heilpflanze machen. Wasabi – scharf und heilsam. So wirkt sie und so kannst du sie nutzen:

Die gesundheitlichen Vorteile von Wasabi

Wasabi, welche auch als Japanischer Meerrettich oder Wassermeerrettich bekannt ist, enthält hauptsächlich so genannte Isothiocyanate (ITCs). Das sind Senföle, deren positive Wirkung auf die Gesundheit in den verschiedensten Studien nachgewiesen werden konnte. Wasabi – scharf und heilsam. Schau mal, was der Japanische Meerrettich für deine Gesundheit tun kann.

Wirkung gegen Bakterien

Die im Wassermeerrettich enthaltenen Senföle (ITCs) sind verantwortlich für den antibakteriellen Effekt und wirken ähnlich einem natürlichen Antibiotikum.

Wissenschaftler konnten zeigen, dass Wasabi dank seiner antibakteriellen Wirkung auch bei Lebensmittelvergiftungen eingesetzt werden kann. Denn diese werden in den meisten Fällen durch die Bakterien Escherichia coli und Staphylococcus aureus hervorgerufen (1). Weitere Forschung auf diesem Gebiet sei allerdings notwendig, so die Wissenschaftler.

Seine harntreibende und entgiftende Wirkung soll auch bei Infektionen der Harnwege gute Ergebnisse erzielen.

Stark gegen Entzündungen

Dass Wasabi entzündungshemmend wirkt, konnte bisher in Laborstudien nachgewiesen werden. An tierischen Zellen zeigten die Forscher, dass Wassermeerrettich jene Enzyme unterdrücken kann, welche eine Entzündung begünstigen (2).

Nützlich zur Gewichtsreduktion

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sind die im Wasabi enthaltenen Senföle in der Lage, die Bildung von Fettzellen zu hemmen (3).

In einer weiteren Studie mit Nagetieren konnte festgestellt werden, dass ein Extrakt aus Wasabi-Blättern und heißem Wasser die Fettleibigkeit trotz fettreicher Ernährung leicht unterdrücken kann (4).

Wasabi und Krebs

Acrylamide sind eine chemische Verbindung, die vor allem in Kartoffeln und Getreide vorhanden ist. Erhitzt man diese Lebensmittel mit hohen Temperaturen, kann aus Zucker, Stärke und der der Aminosäure Asparagin die krebserregende Substanz Acrylamid entstehen (beispielsweise bei Pommes Frites oder Kartoffelchips).

In einer Studie stellten Forscher fest, dass die aus der Wurzel oder den Blättern gewonnenen Senföle die Bildung von Acrylamid, welches während der chemischen Reaktion zwischen Zucker und Proteinen unter Wärmeeinwirkung entsteht, wesentlich gehemmt werden kann (5).

In einem weiteren Laborversuch an Nagetieren konnte gezeigt werden, dass die aus Wasabi isolierten Senföle in der Lage sind, das Wachstum von Damkrebszellen zu hemmen (6).

Obwohl diese Ergebnisse aus Tierversuchen resultieren und daher nicht zwingend auf den Menschen übertragbar sind, sind sie doch vielversprechend. Weitere Forschung ist nötig, um in naher Zukunft der Krankheit den Schrecken nehmen zu können.

Helfer bei Hautproblemen

Die wissenschaftlichen Untersuchungen in diesem Bereich sind noch recht überschaubar.

In einer Studie an Mäusen wurde die Wirkung von Wasabi-Extrakt auf Symptome, die einer atopische Dermatitis ähneln, untersucht. Die Forscher stellten dabei fest, dass bereits nach 28 Tagen der Juckreiz und die Entzündungen bedeutend reduziert werden konnten (7). Offensichtlich wirken die in Wasabi enthaltenen Senföle gegen Juckreiz und Entzündungen der Haut. Weitere Untersuchungen sind jedoch notwendig.

Wasabi Wurzeln auf Teller

Wasabi in der Küche

Die gute Nachricht: Während beispielsweise beim Chili die Schärfe noch lange nachklingt, verliert sie sich bei Wasabi nach kurzer Zeit. Im Gegensatz zur Wurzel sind die Blätter und Stiele nicht ganz so scharf, aber ebenso aromatisch.

Wasabi kannst du beispielsweise gut in Smoothies, als Zugabe zu Salatdressings, zu Tomaten, in Nudel-oder Gemüsesuppen sowie zu gegrilltem Gemüse oder Fleisch verwenden. Auf dieser Webseite findest du tolle Rezepte mit Wasabi.

Ist der Wasabi hierzulande immer original?

Originaler Wasabi ist sehr teuer. Deshalb scheinen wir offensichtlich in vielen Fällen getäuscht zu werden. Wie der „Stern“ in einem Artikel schreibt, sei der hier erhältliche Wasabi zu großen Teilen kein echter Wasabi. Es soll sich dabei um eine grün eingefärbte Paste aus Meerrettich, Senf und Stärke handeln.

Der „Stern“ schreibt dazu: „Es gibt aber eine Möglichkeit, zu erkennen, ob es sich um echten Wasabi handelt oder um eine Fälschung. Zum einen wird der echte Wasabi gerieben und besteht aus kleinen Stückchen. Er hat einen leicht süßen Geschmack zu seiner Schärfe. Meerrettich hingegen ist sehr scharf und hat eine cremige Konsistenz.“

So kannst du einen „Wasabi“ – Ersatz schnell selbst herstellen

Ich benutze dazu 1 Meerrettichstange, 250g Blattspinat, Sahne je nach gewünschter Konsistenz, einen knappen Teelöffel Salz, einen Teelöffel Zucker und zwei Teelöffel Dijon Senf. Ich schäle den Meerrettich, schneide ihn in kleine Stücke und gebe ihn zusammen mit dem Blattspinat, dem Salz, dem Zucker, dem Senf und etwas Sahne in den Multizerkleinerer oder Mixer. Ist die Masse zu trocken, noch Sahne zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Masse sollte cremig werden. Die Reste fülle ich in ein kleines Weck-Glas mit Deckel und verbrauche es innerhalb von 1-2 Wochen.

Wasabi Pflanzen an Bachlauf

Eine Wasabi Pflanze selber ziehen

In meiner Lieblingsgärtnerei „Rühlemanns“ kannst du Wasabi als Pflanze kaufen und selber weiterziehen. Wenn du sie gut pflegst, kannst du regelmäßig die jungen Wasabi-Blätter ernten. Und du hast in jedem Fall ein „Original“.
Ich gebe hier nur meine Erfahrungen weiter und habe keinerlei geschäftliche Verbindung zu „Rühlemanns“.

Fazit

Wasabi ist nicht nur scharf, sondern auch besonders heilsam. Sie auf den Speiseplan zu setzen, hat mindestens zwei Vorteile. Zum einen kannst du bestimmten Speisen das gewisse „Extra“ verpassen und zum anderen Einiges für deine Gesundheit tun.

Obwohl viele der wissenschaftlichen Studien im Labor an Tieren durchgeführt wurden und die Ergebnisse nicht sicher auf den Menschen übertragbar sind, sind sie doch vielversprechend. Ich bin hoffnungsvoll, dass weitere Forschung an Wasabi die positiven Ergebnisse bestätigen wird.

In jedem Fall ist sie eine besondere aromatische Wurzel mit einem beeindruckenden gesundheitlichen Potential.

Bleib oder werde gesund und pass gut auf dich auf!

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