Wasabi: Die scharfe Superkraft für Körper und Geist

Viele von uns kennen diesen unverkennbaren Kick, wenn Wasabi auf unsere Geschmacksknospen trifft. Selbst eine klitzekleine Messerspitze davon reicht aus, um einem die Tränen in die Augen zu treiben! Diese kräftig-scharfe Wurzel aus Japan ist nicht nur der perfekte Sidekick für Sushi, nein, sie zaubert auch noch das gewisse Etwas in all deine Gerichte!

Was die wenigsten wissen: Hinter ihrer scharfen Fassade verbirgt sich ein echtes Powerpaket an wertvollen Inhaltsstoffen, die Wasabi zu einer echten Heilwurzel machen.

Welche Geheimnisse in diesem grünen Kraftpaket stecken und wie du es nutzen kannst, erfährst du hier. Komm mit und lass dich überraschen, was diese einzigartige Wurzel zu bieten hat und wie du einen Ersatz-Wasabi selbst herstellen kannst.

Mehr als nur Schärfe: Entdecke die Vorteile von Wasabi

Wasabi, auch als Japanischer Meerrettich oder Wassermeerrettich bekannt, ist eine echte Power-Wurzel. Reich an Senfölen, so genannten Isothiocyanaten (ITCs), hat er seine positiven Auswirkungen auf die Gesundheit in zahlreichen Studien unter Beweis gestellt. Doch was genau macht Wasabi so besonders? Hier sind seine genialen Vorteile im Überblick:



Wirkung gegen Bakterien

Die antibakterielle Wirkung des Wassermeerrettichs beruht auf den darin enthaltenen Senfölen (ITCs), die ähnlich wie natürliche Antibiotika wirken. Forschungsergebnisse zeigen, dass dieser Effekt sogar bei Lebensmittelvergiftungen hilfreich sein könnte, da diese häufig durch die Bakterien Escherichia coli und Staphylococcus aureus verursacht werden (1). Dennoch betonen Wissenschaftler, dass weitere Studien auf diesem Gebiet notwendig sind.

Zusätzlich zu seiner antibakteriellen Wirkung besitzt der Wassermeerrettich harntreibende und entgiftende Eigenschaften, die bei Harnwegsinfektionen von Nutzen sein können.

Mächtige Waffe gegen Entzündungen

Die scharfe Wurzel hat es tatsächlich in sich! In Laborstudien haben Forscher festgestellt, dass er eine beeindruckende entzündungshemmende Wirkung besitzt. Anhand von tierischen Zellen konnten sie nachweisen, dass Wassermeerrettich diejenigen Enzyme unterdrücken kann, die Entzündungen fördern (2).

Zur Gewichtsreduktion

Forschungen haben gezeigt, dass Wasabi wirksam gegen unerwünschte Fettzellen sein kann (3). Die enthaltenen kraftvollen Senföle haben das erstaunliche Potenzial, die Entstehung neuer Fettzellen zu blockieren.

Und das ist noch nicht alles! In einer Studie an Nagetieren fanden Wissenschaftler heraus, dass ein einfacher Extrakt aus Wassermeerrettich-Blättern, vermischt mit heißem Wasser, trotz fettreicher Ernährung die Entstehung von Fettleibigkeit leicht unterdrücken kann (4).

Frische Wasabi Wurzel und geriebener Wasabi

Wasabi und Krebs

In den Weiten der kulinarischen Welt existiert eine chemische Verbindung namens Acrylamid, die sich bevorzugt in Kartoffeln und Getreide versteckt. Ein Dämon, der erst bei hohen Temperaturen zum Leben erwacht – genau dann, wenn Zucker, Stärke und die Aminosäure Asparagin eine unheilvolle Allianz bilden. Gemeinsam erschaffen sie das gefürchtete Acrylamid, jene krebserregende Substanz, die uns beispielsweise in Pommes Frites oder knusprigen Kartoffelchips begegnet. Wissenschaftler entdeckten, dass die in den Wurzeln und Blättern des Wassermeerrettichs enthaltenen Senföle dazu beitragen können, die Bildung von Acrylamid entscheidend zu hemmen (5).

In einer weitere Untersuchung an Nagetieren fanden Forscher heraus, dass die aus dem Wassermeerrettich isolierten Senföle das besondere Talent haben, das Wachstum von Darmkrebszellen zu hemmen (6). Obwohl diese Ergebnisse aus Tierversuchen resultieren und daher nicht zwingend auf den Menschen übertragbar sind, sind sie doch vielversprechend. Zukünftige weitere Forschung könnte der Krankheit den Schrecken nehmen.

Wasabi als Heilwurzel bei Hautproblemen

Die wissenschaftlichen Untersuchungen in diesem Bereich sind leider noch recht überschaubar, doch erste Ergebnisse lassen aufhorchen. In einer Laborstudie wurde der Einfluss von Wasabi-Extrakt auf Symptome untersucht, die ähnlich einer atopischen Dermatitis sind. Schon nach nur 28 Tagen zeigte sich eine deutliche Reduktion von Juckreiz und Entzündungen (7). Der Wassermeerrettich scheint hier also wahre Wunder zu wirken!



Was steckt hinter der beruhigenden Wirkung von Wasabi auf Juckreiz und Entzündungen? Die Antwort könnte ebenfalls in den Senfölen liegen. Um das Rätsel vollständig zu lösen, bedarf es jedoch weiterer Untersuchungen.

Frischer Wasabi mit Sushi

Wasabi – Eine besondere Zutat in der Küche

Gute Nachrichten: Im Gegensatz zu Chili, dessen Schärfe oft lange nachhallt, verfliegt die Schärfe von Wassermeerrettich schnell. Seine Blätter und Stiele sind weniger scharf, jedoch genauso aromatisch.

Wasabi verleiht deinen Speisen eine besondere Note. Du kannst ihn neben Sushi beispielsweise in Smoothies, in Salatdressings, in Tomatengerichten oder in Nudel- oder Gemüsesuppen verwenden sowie zu gegrilltem Gemüse oder Fleisch hinzufügen. Auf dieser Webseite findest du köstliche Rezepte mit Wasabi, die du ausprobieren solltest.



Ist gekaufter Wasabi original?

Originaler Wassermeerrettich ist sehr teuer. Deshalb werden wir offensichtlich in vielen Fällen getäuscht. Wie der „Stern“ in einem Artikel schreibt, sei der hier erhältliche Wasabi zu großen Teilen nicht echt. Es soll sich dabei um eine grün eingefärbte Paste aus Meerrettich, Senf und Stärke handeln.

Der „Stern“ schreibt dazu (Zitat): „Es gibt aber eine Möglichkeit, zu erkennen, ob es sich um echten Wasabi handelt oder um eine Fälschung. Zum einen wird der echte Wassermeerrettich gerieben und besteht aus kleinen Stückchen. Er hat einen leicht süßen Geschmack zu seiner Schärfe. Meerrettich hingegen ist sehr scharf und hat eine cremige Konsistenz.“

Wie du einen „Wasabi“ Ersatz schnell selber machen kannst

Wenn du Wasabi nicht als Heilmittel, sondern zur Aromatisierung von Speisen nutzen möchtest, kannst du einen Ersatz schnell selber machen.

Ich benutze dazu 1 Meerrettichstange, 250g Blattspinat, Sahne je nach gewünschter Konsistenz, einen knappen Teelöffel Salz, einen Teelöffel Zucker und zwei Teelöffel Dijon Senf.

Den Meerrettich schäle ich, schneide ihn in kleine Stücke und gebe ihn zusammen mit dem Blattspinat, dem Salz, dem Zucker, dem Senf und etwas Sahne in den Multizerkleinerer oder Mixer. Ist die Masse zu trocken, gebe ich noch Sahne zu, bis ich die passende Konsistenz erreicht ist. Die Masse sollte cremig werden. Die Wasabi Creme fülle ich in ein kleines Weck-Glas mit Deckel und verbrauche es innerhalb von 1-2 Wochen.

Wasabi Pflanzen an Bachlauf

Eine Wasabi Pflanze selber ziehen

In meiner Lieblingsgärtnerei „Rühlemanns“ kannst du Wasabi als Pflanze kaufen und selber weiterziehen. Wenn du sie gut pflegst, kannst du regelmäßig die jungen Wasabi-Blätter ernten und du hast in jedem Fall ein „Original“.
P.S. Ich gebe hier nur meine Erfahrungen weiter und habe keinerlei geschäftliche Verbindung zu „Rühlemanns“.



Gedanken zum Schluss

Wasabi ist weit mehr als ein einfacher Geschmacksverstärker. Er ist eine Wunderwurzel, die sowohl unseren Gaumen erfreut als auch unserem Organismus unzählige Vorteile bietet. Vom Stärken des Immunsystems bis hin zur Anregung der Durchblutung – Wasabi ist ein verstecktes Juwel in der Welt des Superfoods. Also, beim nächsten Abendessen oder beim Experimentieren in der Küche, denk daran: Ein kleiner Klecks Wasabi kann nicht nur für den nötigen Kick sorgen, sondern dir auch auf wundervolle Weise guttun. Gib dieser grünen Kraft eine Chance und lass dich von den Vorteilen begeistern!

Bleib oder werde gesund und pass gut auf dich auf!

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