Wenn die Chemie stimmt: Wie uns Glückshormone beeinflussen

Glück kann so einfach sein – wenn man weiß, wie es funktioniert.
Unser gesamtes Wohlbefinden – sowohl seelisch als auch körperlich – wird durch Hormone beeinflusst.
Sie fungieren wie Botschafter, die jede Erregung über so genannte Synapsen (Verbindungen zwischen Nerven- und anderen Zellen) an das Gehirn weiterleiten und dadurch die Grundlage für unsere Gedanken, Gefühle und Emotionen bilden.
Wenn die Chemie stimmt: Wie uns Glückshormone beeinflussen, erfährst du hier.

Hormone für’s Glück und wie sie entstehen

Viele wissen, dass unser Körper die Glückshormone, die sich so positiv auf das allgemeine Befinden auswirken, selbst produzieren kann. Leider ist nicht ganz so bekannt, wie wir unseren Körper bei der Produktion dieser Glücks-Botenstoffe unterstützen können. Und das ist einfacher, als du denkst.

Serotonin – das Sonnenhormon

Wenn wir auf das Frühjahr zusteuern und die Tage wieder länger und heller werden, übernimmt das Hormon Serotonin das Zepter. Es wirkt direkt im Zentralen Nervensystem und erlöst uns vom „Winterblues“.

Serotonin macht uns zufrieden, ausgeglichen und motiviert. Wenn dieses Hormon fehlt, kann es zu unbegründeten Angstzuständen oder Depressionen kommen.

Serotonin kann man wunderbar in der Natur auftanken: beim Spazierengehen oder Wandern, beim Sonnenbaden oder auch beim Radfahren.
Sogar Meditieren hilft uns, den Serotoninspeicher wieder aufzufüllen.

Dopamin – das Belohnungshormon

Kennst du dieses Glücksgefühl, wenn du eine besonders schwierige Aufgabe gelöst hast? Dopamin ist das Hormon, welches uns diesen besonderen Glücksmoment beschert.

Dopamin wird übrigens auch gebildet, wenn du dich einfach mal selbst verwöhnst – zum Beispiel mit einem kleinen Geschenk oder einem besonderen Pflegeprogramm.

Endorphine – die körpereigenen Schmerzkiller

Im Grunde sind Endorphine eine körpereigene Droge, die bei Bedarf ausgeschüttet wird und dafür sorgt, dass du – beispielsweise bei einer schweren Verletzung – zunächst keine Schmerzen erleiden musst.

Neben der schmerzstillenden Wirkung in Notsituationen werden Endorphine auch bei positiven Ereignissen freigesetzt: Wenn alles rings um dich „passt“, wenn du dich vor Glück wie berauscht fühlst und die ganze Welt umarmen möchtest – dann wirken jede Menge Endorpine in deinem Körper.

Endorphine können jedoch noch mehr. Neben einem beruhigenden Effekt sorgen sie auch für einen ruhigen Schlaf und für gute Laune.

Die Produktion von Endorphinen kannst du ankurbeln, indem du mit positiven Gedanken und mit Freude durchs Leben gehst. Weil Endorphine auch immunsytärkende Eigenschaften haben, wirst du seltener krank.

Wenn du dafür sorgst, dass dein Körper genügend Glückshormone produziert, bist du zudem besser gegen Depressionen gewappnet. Die beruhigende und ausgleichende Wirkung der Endorphine hilft dir in besonders stressigen Zeiten, mit extremen Belastungen besser zurechtzukommen.

Dass Lachen gesund ist, ist nicht neu. Aber wusstest du, dass dein Körper durch herzliches Lachen Endorphine produziert?

Auch dunkle Schokolade oder bestimmte ätherische Öle wie Jasmin oder Ylang Ylang wirken unterstützend bei der Produktion von Endorphinen.

Noradrenalin – das Stresshormon

Der Neurotransmitter Noradrenalin findet sich im Zentralen Nervensystem und in den Nebennieren. In seiner Wirkung ähnelt er dem Stresshormon Adrenalin. Noradrenalin wird mittels eines Enzyms aus Dopamin hergestellt. Es wird vor allem in extremen körperlichen oder geistigen Stresssituationen ausgeschüttet. Dank dieses Botenstoffes wird der Körper in Alarmbereitschaft versetzt (auch als Kampf-oder-Flucht-Mechanismus bekannt).

Durch Noradrenalin werden wir aufmerksamer, wacher und motivierter. Ein Mangel kann zu Müdigkeit und geringerer geistiger Aufnahmebereitschaft führen.

Phenethylamin – das Lusthormon

Das Hormon Phenethylamin sorgt dafür, dass wir Lust und Glück empfinden können.

Durch eine ausdauernde sportliche Betätigung wird beispielsweise Phenethylamin freigesetzt und kann uns in einen wahren „Glücksrausch“ versetzen.

Und wer kennt es nicht, das „Kribbeln im Bauch“, wenn man verliebt ist? Hier sorgt Phenethylamin für die typischen Symptome samt Herzklopfen und der sprichwörtlichen „Wolke 7“.

Oxytocin – das Bindungshormon

Durch Streicheln der Haut, aber auch durch eine sanfte Massage wird das sogenannte Bindungshormon Oxytocin freigesetzt. Es fördert die emotionale Bindung – nicht nur zwischen zwei Partnern, sondern auch zwischen Eltern und Kindern.

Oxytocin kann zudem Angst und Stress lindern und damit das allgemeine Wohlbefinden verbessern. Die soziale Kompetenz und Empathie wird durch dieses Hormongestärkt.

Die Bildung von Oxytocin kannst du ganz einfach unterstützen: Nehmt euch so oft wie möglich in den Arm, spiele mit einem Kind oder hab Spaß beim Spielen mit einem Tier. Komplimente und Küssen unterstützen ebenfalls die Bildung von Oxytocin.

Wenn die Chemie stimmt - Glückshormone bei älterem Paar

Fazit

Wer oder was steuert eigentlich unser Glücksempfinden? Es sind Botenstoffe, die unser Körper selbst bildet und deren Zusammenwirken unsere Emotionen, Gefühle und unser Verhalten beeinflusst.
Das Spannende dabei ist, dass du deine Glückshormone selbst steigern und dadurch deine Stimmung deutlich verbessern kannst.

Probiere die Tipps aus anstatt Trübsal zu blasen! Du wirst überrascht sein, welchen Einfluss du selbst auf dein Glücksempfinden hast.

Bleib oder werde gesund und pass gut auf dich auf!

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