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Mit Trockenpflaumen vorbeugen und heilen

Nicht jeder mag sie. Als kleiner Snack für zwischendurch können sie jedoch helfen, das Gewicht zu halten. Und als überliefertes Hausmittel gegen Verstopfung sind sie nahezu unschlagbar.

Je nach Region werden Trockenpflaumen auch Backpflaumen oder Dörrpflaumen genannt. Sucht man sie in der Alpenrepublik, muss man nach Dörrzwetschgen schauen.

Dass Trockenpflaumen nicht nur beim Abnehmen oder Abführen helfen, sondern dass sie noch besondere Vorteile für die Gesundheit haben, ist weniger bekannt. Deshalb findest du hier ein paar Tipps, wie du sie für deine Gesundheit nutzen kannst.

Wie du mit Trockenpflaumen vorbeugen und heilen kannst

Pflaumen haben generell einen hohen Anteil an Vitaminen sowie Mineralstoffen und Spurenelementen. Diese sind notwendig, damit unser Stoffwechsel funktioniert und das Immunsystem perfekt arbeiten kann.

Die Bakterien der Darmflora unterstützen uns dabei, um aus der Nahrung die lebensnotwendigen Inhaltsstoffe zu gewinnen. Und nicht nur das. Unsere Darmflora kommuniziert und beeinflusst über Botenstoffe unser Gehirn. Deshalb kann eine gestörte Darmflora beispielsweise auch der Auslöser einer Depression sein.

Durch den wesentlich höheren Gehalt an B-Vitaminen haben Trockenpflaumen gegenüber frischen Pflaumen einen großen Vorteil. Auch Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Kalzium sind in Backpflaumen in größeren Mengen vorhanden.
Ballaststoffe und Sorbitol (ein nicht fermentierbarer Zucker) sind für die abführende Wirkung der Dörrzwetschgen verantwortlich.

Säure-Basen-Haushalt

Für einen gut funktionierenden Stoffwechsel ist das Säure-Basen-Gleichgewicht besonders wichtig. Trockenpflaumen sind gute Basenlieferanten und deshalb geeignet, den Säuren-Basen-Haushalt zu stabilisieren und einer Übersäuerung vorzubeugen.

Junge Frau hat Magen-Darm-Probleme

Magen-Darm-Probleme

Ungesundes Essen können uns das die Darmbakterien übel nehmen und ziemlich heftig reagieren. Die aus dem Gleichgewicht gebrachte Darmflora rächt sich unter Umständen mit Entzündungen, Verdauungsproblemen und im schlimmsten Fall mit Darmkrebs.

Schon in Aufzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert findet sich eine Zubereitung „Medizinischer Pflaumen“, die zur Linderung von Verstopfung und Blähungen angewendet wurde. Weltweite neuere Studien konnten diese These bestätigen. (1)

Diabetes

Obwohl Pflaumen einen hohen Zuckergehalt haben, fanden Forscher in einer Studie heraus, dass Trockenpflaumen einen niedrigen glykämischen Index (von 29) haben und deshalb trotz ihres süßen Geschmacks keinen übermäßigen Anstieg von Blutzucker und Insulin nach dem Essen verursachen. (1)

Die antibakterielle Wirkung

Die in Dörrzwetschgen enthaltenen Phenolverbindungen wirken sowohl im Magen-Darm-Trakt als auch im Harntrakt antibakteriell. (1)

Osteroporose vorbeugen und lindern

Der Knochenumsatz ist ein fortwährender Prozess. Während einerseits altes Knochengewebe abgebaut wird, wird im Gegenzug neues Knochengewebe gebildet.Trockenpflaumen begünstigen die Neubildung von Knochengewebe und können dadurch Osteoporose vorbeugen und lindern.

Kupfer und Bor sowie Vitamin K1 sind in Backpflaumen reichlich vorhanden und wirken vermutlich synergetisch. Bor verringert beispielsweise die Ausscheidung von Kalzium und Magnesium im Urin.

Die Knochenmineralisierung wird durch das enthaltene Vitamin K gefördert und Kalium hält die Knochendichte aufrecht. Diese indirekten positiven Auswirkungen von Trockenpflaumen auf den Knochenumsatz wurden auch durch internationale Laborstudien gestützt. (1)

Trockenpflaumen als Antioxidant

In 24 Proben mit Backpflaumen konnten Wissenschaftler nachweisen, dass alle in dieser Studie gemessenen Carotinoide vom Menschen aufgenommen werden können und teilweise in Vitamin A umgewandelt werden. (1)

Trockenpflaumen enthalten außerdem viele phenolischen Verbíndungen, die unsere Zellen vor Schädigungen schützen können.

Gewichtskontrolle

Der Verzehr von Trockenpflaumen kann laut einer Studie das Risiko für Fettleibigkeit und Übergewicht in der Bauchregion verringern. In einer weiteren Studie entdeckten englische Forscher vielversprechende Hinweise darauf, dass Trockenpflaumen zum Gewichtsverlust und zur Gewichtskontrolle beitragen können.

Noch mehr Tipps zum Abnehmen findest du hier.

Trockenpflaumen selber machen

Ideal aus dem eigenen Garten oder gekauft als Bio-Pflaumen – die Herstellung von Dörrpflaumen ist einfach.

Die gewaschenen Pflaumen schneidest du längsseitig auf, klappst sie auf und entfernst den Kern.
Mit der Schalenseite nach unten werden sie nun in den Dörrautomaten oder auf einem mit Backpapier belegten Backblech platziert.

Wenn du den Backofen zum Trocknen benutzt, sollte die Temperatur nicht über 40 Grad liegen. Das ist wichtig, um die Nährstoffe in den Früchten zu erhalten. Damit die Feuchtigkeit aus dem Ofen entweichen kann, klemme ich einen Holzkochlöffel zwischen die Ofentür, sodass sie einen Spalt offen steht. Nach etwa 10-15 Stunden (je nach Größe der Pflaumen) sind sie getrocknet.

Bevor du die Trockenpflaumen in ein luftdichtes Gefäß füllst, müssen sie vollständig abgekühlt sein.

Wie viele Trockenpflaumen kann man pro Tag essen?

Obwohl im Allgemeinen die empfohlene Tagesmenge bei 100g bis maximal 150g. Eine Studie hat jedoch gezeigt, dass der Verzehr von 50g Trockenpflaumen pro Tag für ältere Frauen zur Vorbeugung von Osteoporose genauso effektiv ist.

Bei Verstopfung kannst du am Abend 5 Trockenpflaumen in Wasser einweichen. Am nächsten Morgen solltest du sie etwa 15 MInuten vor dem Frühstück mitsamt dem Einweichwasser essen bzw. trinken.

Bleib oder werde gesund und pass gut auf dich auf!

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