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Nach der Krise wird der Wert unseres Geldes erodieren

Bildrechte: Getty Images/iStockphoto/nevarpp

Ein Bericht von FOCUS-MONEY-Autor Matthias Dworak

“Wir sitzen in der Falle”

MONEY: Können Sie das noch genauer erklären?

Mayer: Geld wird dieses Mal eben nicht über Bankkredite für wohlhabendere Kreise geschaffen, um deren massenhaften Bankrott zu verhindern, sondern es wird für den Staat erzeugt, der es über die Hilfsprogramme an Bedürftige gibt. Das ist auch richtig so. Die Leute brauchen jetzt das Geld, um ihre laufenden Kosten zu bezahlen. Vermutlich wird die Inflation zuerst niedrig bleiben oder sogar fallen. Wenn die Krise endet, wird aber mehr von diesem neu geschaffenen Geld in den Konsum fließen. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass aktuell eher weniger als mehr investiert wird. Das heißt, wir kommen aus der Krise höchstwahrscheinlich mit weniger Produktionskapazitäten heraus. Manche vorhandenen Kapazitäten werden wohl künftig dauerhaft wegfallen. Wenn nun mehr Geld als Güter da ist, werden die Preise zu laufen beginnen. Und wenn die Zentralbanken vor Zinserhöhungen zurückschrecken, sinkt das Vertrauen in die Stabilität des Geldes. Dann wird die Inflation schneller steigen und es kann in manchen Ländern zu einem Vertrauensverlust ins Geld kommen.

Bringt die Geldflut die große Inflation? Allein die Europäische Zentralbank (EZB) wird über Kaufprogramme mehr als eine Billion Euro Liquidität in die Märkte pumpen. Droht jetzt eine ausufernde Inflation als Folge der Corona-Krise?

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