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Zitronen: Wunderwaffe mit langer Geschichte

Warum Zitronen unvergleichbar vielseitig sind

Bereits die alten Hindus nutzten Zitronen als das Symbol des Wohlstands und noch heute dient die Frucht in diesen Kulturkreisen als Opfergabe in Tempeln. Im Laufe des 4. Jh. n. Chr. kam die Frucht nach China und wurde dort als das Symbol des Glücks verehrt. Bis heute konnte nicht eindeutig geklärt werden, weshalb die Juden zu ihrem Laubhüttenfest (Sukka) in ihrem Feststrauß neben Palm-, Myrten- und Bachweidenzweigen die Zitrone als die „Frucht des guten Baumes“ verwendeten. Einige Wissenschaftler verbinden die jüdische Nachfrage nach dieser mediterranen Frucht mit der Kultivierung in Europa, da die so genannte Zitronatzitrone die erste Frucht war, die in Europa angebaut wurde. Besonders interessant ist, dass bereits im 16. Jahrhundert wohlhabende italienische Familien über Sammlungen spezieller, ausgefallener Sorten verfügten. Als außergewöhnlich galt die Sammlung der Familie Medici, die mit dem Anbau in ihren Gartenanlagen die besondere Verbindung ihrer Familie zu den heroischen Tugenden des Herakles hervorheben wollte. Ein bedeutendes Zeugnis dieser Zeit sind auch die vier Gemälde von Bartolomeo Bimbi, die er zwischen 1699 und 1715 für Cosimo III. de Medici mit insgesamt 116 akkurat dargestellten und bezeichneten Zitronensorten anfertigte. In dieser Zeit rückte die Zitrone auch auf Stillleben mehr und mehr in den Fokus und wurde neben Desserts, aber auch neben kostbaren Pokalen und Gläsern dargestellt.

Zitronen in der Heilkunde

Besonders bei Seeleuten auf langen Fahrten trat die Vitaminmangelkrankheit Skorbut überaus gehäuft auf. Ärzte entdeckten schon im 17. Jahrhundert, dass sich der Verzehr von Zitrusfrüchten besonders effektiv auf die Heilung auswirkte. So kam es, dass ein schottischer Schiffsarzt die weltweit erste klinische Untersuchung mit Zitronen durchführte und dadurch die Wirkung des Zitronensaftes in der Skorbut-Therapie nachweisen konnte. Dies ist jedoch bei weitem nicht die einzige Kraft, die in dieser Frucht steckt. Nicht nur durch den hohen Vitamin-C-Gehalt, sondern unter anderem auch durch die enthaltenen ätherischen Öle gibt es – besonders in der Naturheilkunde – noch unzählige Beispiele für die desinfizierenden, heilenden und pflegenden Eigenschaften dieser sonnigen Frucht.

Zitronen in der Küche

Bereits im Jahr 1682 erwähnte der Botaniker Johann Sigismund Elsholtz in seinem „Diaeteticon“ die Zitrone und seither ist sie als Saft oder auch als Zitronenabrieb aus der guten Küche nicht mehr wegzudenken. Wohl kaum eine andere Frucht ist so anpassungsfähig an Deftiges und Süßes. Ob Sie einen Lammbraten, ein Wiener Schnitzel, ein besonderes Fischgericht oder ein Brathähnchen zubereiten – die Zitrone ist der richtige Partner. Denken Sie an leckere Desserts wie Zitronenmousse, Lemon-Eis oder den wunderbaren hausgemachten Zitronenkuchen mit Zuckerguss – ein Gedicht! Wenn Kochen zum Hobby wird, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und durch Ausprobieren sind schon die edelsten Kreationen entstanden.

Zitronen im Haushalt

Zitronen sind ein Alleskönner. So soll eine ausgepresste Zitronenschale sowohl den Weichspüler in der Waschmaschine als auch den Klarspüler in der Spülmaschine ersetzen können. Zudem soll der Duft der Zitrone Motten vertreiben, Rost- oder Obstflecken entfernen und zum Entkalken von Geräten verwendet werden können. Viele weitere Einsatzmöglichkeiten sind unter Haushaltstipps aufgelistet.

Entdecken Sie die Vielfalt dieser mediterranen Frucht! Sie bringt den besonderen Kick in viele Speisen, hilft Ihrer Gesundheit und zudem der Umwelt.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sukka_(Mischna)
https://de.wikipedia.org/wiki/Sukkot
https://de.wikipedia.org/wiki/Zitrone
https://de.wikipedia.org/wiki/Zitronatzitrone
http://www.reformjudaism.org/saga-citron
www.haushaltstipps.net