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Kurkuma: Kleine Knolle mit großer Wirkung

 


Kurkuma: Kleine Knolle mit großer Wirkung

„Die Kunst der Medizin besteht darin, den Patienten zu unterhalten, während die Natur die Krankheit heilt.“
Voltaire – französischer Philosoph (1694-1778)

Kurkuma – in unseren Breiten besser bekannt als „Gelbwurz“ oder „Indischer Safran“ – ist nicht nur das Gewürz, dass dem Curry seine gelbe Farbe verleiht. Kurkuma kann noch viel mehr. Nicht nur als das raffinierte Würzmittel, sondern auch zu unserer Gesunderhaltung sollte Kurkuma aufgrund seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften einen festen Platz auf unserem Speiseplan finden.

Die Heimat des Kurkuma

Die Heimat des Kurkuma ist hauptsächlich Indien und Indonesien, wo er seit Jahrtausenden als Gewürz und Heilpflanze genutzt wird. Seit einiger Zeit wird er für die Forschung zunehmend interessanter, denn inzwischen können selbst Kritiker alternativer Heilmethoden die potentiell positiven Eigenschaften von Kurkuma nicht mehr leugnen. Mehr und mehr wird wissenschaftlich belegt, was die Inder seit langer Zeit wissen.

Das besondere Interesse gilt dabei einem besonders aktiven Inhaltsstoff, dem Curcumin. Kurkuma enthält neben dem Curcumin, welches dem Kurkuma seine schöne gelbe Farbe verleiht, zwei weitere Curcuminoide sowie flüchtige Öle (Tumeron, Atlanton und Zingiberen), Zucker, Proteine ​​und Harze (1).

Kurkuma als Gewürz

Kurkuma ist ein fester Bestandteil vieler Currymischungen und wird hier meist mit anderen Gewürzen wie beispielsweise Koriander, Kardamom und schwarzem Pfeffer kombiniert.
Will man die positiven Eigenschaften von Kurkuma perfekt für sich nutzen, muss man ihm einen festen Platz auf dem täglichen Speiseplan geben. Es gibt viele Möglichkeiten, Kurkuma in der Küche zu verwenden. In einem Video gab ein französischer Koch Kurkuma ins Kartoffelwasser. Dadurch erhielten die gekochten Kartoffeln eine wunderschöne gelbe Farbe. Wer gern Milch trinkt, kann Kurkuma in Form der so genannten „Goldenen Milch“ probieren. Im Internet findet man eine Vielzahl von Rezepten mit Kurkuma für jeden Geschmack.

Kurkuma als Heilpflanze

  1. Curcumin als natürlicher Entzündungshemmer

Obwohl Entzündungen im Körper nützlich sind, da sie dem Körper helfen, mit verschiedenen pathogenen Eindringlingen, wie bspw. Bakterien, fertig zu werden, kann sich ein großes Problem entwickeln, wenn diese Entzündungen chronisch werden. Wie Wissenschaftler herausfanden, sind chronische Entzündungen verantwortlich für bestimmte schwere Krankheiten wie Herzinfarkt oder Krebs (2) (3).

Deshalb ist es besonders wichtig, dafür zu sorgen, dass sich keine chronischen Entzündungen im Körper entwickeln können. Kurkuma ist enorm entzündungshemmend und kämpft auf molekularer Ebene gegen die Entzündungen – und dies ohne Nebenwirkungen! (4) (5)

Antioxidantien schützen den Körper vor freien Radikalen. Durch die chemische Zusammensetzung ist das im Kurkuma enthaltene Curcumin in der Lage, diese freien Radikale zu neutralisieren (6).




  1. Curcumin, um der Entstehung von Alzheimer vorzubeugen

Während man früher glaubte, dass sich Neuronen nach der Kindheit nicht mehr teilen oder vermehren können, weiß man heute, dass es möglich ist. In bestimmten Bereichen unseres Gehirns können nicht nur neue Verbindungen zwischen den Neuronen entstehen, sondern sie sind auch in der Lage, sich zu teilen und sich dadurch zu vermehren. Verantwortlich für diesen Prozess innerhalb unseres Gehirns, so die Forscher, ist das Hormon BDNF (7).

Viele Krankheiten des Gehirns – wie bspw. Alzheimer – stehen mit einem Rückgang dieses Hormons in Verbindung (8).

Curcumin kann laut einer Studie den BDNF-Spiegel im Gehirn erhöhen (9) , was dazu führt, dass das Wachstum neuer Neuronen gefördert wird und die Entstehung verschiedener degenerativer Prozesse im Gehirn aufgehalten werden kann.

Allerdings sind die Befunde noch uneinheitlich und daher noch weitere wissenschaftliche Forschung notwendig.

  1. Curcumin und Krebs

Krebs als die Schreckenskrankheit schlechthin geht einher mit einem unkontrollierten Zellwachstum. Wissenschaftler fanden heraus, dass Curcumin die Entstehung, das Wachstum und das Auftreten von Metastasen hemmen kann (10 ).

Trotz unterschiedlicher Krebsarten gibt es dennoch Gemeinsamkeiten. Einige von ihnen, so zeigte sich, können durch Curcumin beeinflusst werden (11).

Zusammenfassend leistet Curcumin offensichtlich einen Beitrag dazu, dass ausschließlich Krebszellen (und keine gesunden Zellen) absterben und dass das Wachstum neuer Blutgefäße im Tumor sowie die Bildung von Metastasen verhindert werden kann (12).  Es gibt diesbezüglich vielversprechende  Hinweise und daher lohnt es sich, hier weiter zu forschen. Eines Tages wird diese Krankheit hoffentlich ihren Schrecken verlieren.

  1. Arthritis-Patienten und Curcumin

Arthritis ist in vielen Fällen durch Gelenkentzündungen charakterisiert und besonders in westlichen Ländern weit verbreitet. Weil Kurkuma eine beeindruckende entzündungshemmende Wirkung hat, kann davon ausgegangen werden, dass es den Heilungsprozess bei Arthritis unterstützen kann. In einer Studie, in der die Effizienz und Sicherheit von Kurkuma bei Patienten mit rheumatoider Arthritis untersucht wurde, konnte gezeigt werden, dass mit Curcumin signifikant bessere Erfolge erzielt wurden als mit entzündungshemmenden Medikamenten (13).

  1. Bemerkenswerte Hilfe bei Depressionen

In verschiedenen Studien konnte nachgewiesen werden, dass Curcumin die Symptome von Depressionen lindern kann und ebenso effektiv wie ein Antidepressiva wirkt (14) (15).

Weitere besondere Eigenschaften von Kurkuma

Viele weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften von Kurkuma sind überliefert.
Dazu gehören unter anderem:

– Wirkung als natürliches Antibiotikum
– verbessert und verkürzt die Wundheilung; Wirkung als natürliches Antiseptikum
– wirkt blutreinigend
– senkt Cholesterin
– verbessert das Hautbild
– verbessert die Symptome von Asthma

Gut zu wissen

Die steigende Beliebtheit von Kurkuma als Nahrungsergänzung hat nicht nur seriöse Anbieter auf den Plan gerufen. Wichtig beim Kauf ist neben der in Kurkuma-Kapseln enthaltenen Menge Curcumin auch die Bioverfügbarkeit für den Körper – das heißt, wie gut das Curcumin vom Körper aufgenommen werden kann.

Leider ist die Bioverfügbarkeit einiger Kurkuma-Produkte so gering, dass es oft direkt wieder ausgeschieden wird und somit keinerlei Nutzen bringt. In einer Studie konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass das im schwarzen Pfeffer enthaltene Piperin die Bioverfügbarkeit von Curcumin wesentlich erhöhen kann (16).

Deshalb macht es Sinn, auf Produkte zu achten, die entsprechend schwarzen Pfeffer (Piperin) enthalten. Der oft auf Verpackungen lesbare Name „Bioperine“ ist nichts anderes als die geschützte Bezeichnung für einen Extrakt aus schwarzem Pfeffer mit einem hohen Anteil an Piperin.

Es lohnt sich also, sich näher mit Kurkuma zu beschäftigen.

Bleibt oder werdet gesund

Kurkuma als Gewürz

 

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