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Wie gut ist Kokosnussöl für die Zähne?

Kokosnussöl in der Zahnpflege

Kokosnussöl (auch Kokosöl genannt) enthält nachweislich eine Vielzahl lebenswichtiger Inhaltsstoffe und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung unserer Gesundheit. Kürzlich las ich in einem Beitrag, dass Kokosnussöl zudem helfen soll, Zahnbelag zu entfernen, Zahnfleischentzündungen vorzubeugen bzw. zu lindern und letztlich die Zähne insgesamt gesünder zu erhalten. Ich begann zu recherchieren und stieß dabei auf eine Studie aus dem Jahr 2015, die in der amerikanischen Nationalbibliothek für Medizin veröffentlicht wurde.

Die Forschung

Insgesamt 60 junge Frauen und Männer im Alter zwischen 16 und 18 Jahren nahmen an dieser 30-tägigen Studie teil und ergänzten ihre tägliche Zahnpflege durch das so genannte Ölziehen bzw. durch das Putzen der Zähne mit Kokosnussöl. Interessant dabei war, dass bereits ab dem 7. Tag eine deutliche Besserung der Symptome festgestellt werden konnte und dass sich am 30. Tag die mittleren Werte sowohl der Zahnbeläge als auch der Entzündungen mehr als halbiert hatten. Obwohl die Studie mit einer verhältnismäßig kleinen Anzahl Probanden durchgeführt wurde und auch die Altersklasse sehr begrenzt war, konnten die Wissenschaftler davon ausgehen, dass Kokosnussöl tatsächlich einen Beitrag zur Förderung der Zahngesundheit leisten kann. Der entscheidende Erfolg könnte, so die Forscher, den überwiegend mittelkettigen Fettsäuren zugeschrieben werden, die aus 45-50 Prozent entzündungshemmender und antimikrobiell wirkender Laurinsäure bestehen.

Kann man Zahnpasta durch Kokosnussöl ersetzen?

Diese Frage konnte bisher durch keine der durchgeführten wissenschaftlichen Arbeiten eindeutig beantwortet werden, da dies nicht Gegenstand der Untersuchungen war. In allen Studien wurde Kokosnussöl lediglich als Ergänzung zur täglichen Zahnpflege eingesetzt.

Werden die Zähne durch Kokosnussöl weißer?

In diesem Zusammenhang sollte man berücksichtigen, dass Menschen in Abhängigkeit von der Schichtstärke ihres Zahnschmelzes von Natur aus unterschiedliche Zahnfarben haben. Ist der Zahnschmelz dünner, erscheinen die Zähne gelblicher. Es gibt jedoch auch Verfärbungen, die sich im Laufe der Zeit auf den Zähnen ablagern – beispielsweise durch Medikamente, durch Rauchen oder durch bestimmte Getränke. Nach meinem persönlichen vierwöchigen Test (ich habe direkt nach dem normalen Zähneputzen mit Kokosnussöl nachgeputzt) bin ich der Auffassung, einen gewissen Effekt erzielt zu haben. Allerdings ist das Ergebnis nicht mit einem Bleaching auf chemischer Basis zu vergleichen.

Was kann Kokosnussöl in der Zahnpflege?

Wenn Bakterien die Ursache für Mundgeruch sind, kann Kokosnussöl gute Dienste leisten. Zudem entfernt es nach meiner persönlichen Erfahrung geringe Zahnsteinbeläge. Da Zahnstein eine der Hauptursachen für Zahnfleischentzündungen ist, finde ich diesen Aspekt sehr wichtig.

Welches Kokosöl sollte man benutzen?

Kaltgepresstes natives Kokosöl ist am qualitativ hochwertigsten, denn im Supermarkt gekauftes Öl wird raffiniert. Durch diesen Bearbeitungsprozess gehen einerseits wertvolle Inhaltsstoffe verloren und andererseits erfolgt ein Zusatz von Konservierungsstoffen zur Erhöhung der Haltbarkeit.

Fazit

Nach meinem persönlichen „Probelauf“ über vier Wochen kann ich die Ergebnisse der Studie weitgehend bestätigen. Obwohl man etwas Geduld mitbringen und entsprechend mehr Zeit für die Zahnpflege einplanen muss, lohnt sich meiner Meinung nach der Aufwand und Sie sollten es auf jeden Fall ausprobieren.

Quelle: zahnklug.de

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